Auf dem Markt für Agrarprodukte steigt das Angebot
Experten erwarten fallende Rohstoffpreise

Auf dem Markt für Industriemetalle herrscht derzeit eine kräftige Nachfrage bei gleichzeitig extrem knappen Vorräten. Dies wird nach Einschätzung der Londoner Economist Intelligence Unit, EIU, die Metallpreise noch in diesem Jahr auf neue Höchststände treiben.

LONDON. Bereits im vierten Quartal werden die Preise jedoch stagnieren, prognostiziert die EIU in ihrer vierteljährlichen Analyse für die Weltrohstoffmärkte. Im Jahr 2006 werde es dann zu einer Trendwende kommen.

Im Jahr 2004 hatten die Preise der Industriemetalle noch um 37 Prozent zugelegt. In diesem Jahr soll der Preisanstieg nach Einschätzung der EIU acht Prozent betragen, während die Preise im Jahr 2006 voraussichtlich elf Prozent nachgeben. Als Grund führen die Londoner ein wachsendes Bergbau- und Verhüttungsangebot an, das die Bestände wieder steigen lässt. Bei Zink soll die angespannte Versorgungslage allerdings noch bis zum nächsten Frühjahr andauern und bei Nickel sogar bis Ende 2006. Zink galt bisher unter Spekulanten als Nachzügler bei der bisherigen Preishausse des Sektors und daher als Anlageobjekt mit dem besten Potenzial.

Der Internationale Währungsfonds, IWF, rechnet ebenfalls mit einem nur noch geringfügigen Anstieg der Metallpreise im laufenden Jahr. In seinem „World Economic Outlook“ geht er bereits für die zweite Jahreshälfte von einem Abbröckeln des Kupferpreises aus. Die Washingtoner Experten spiegeln damit die vorherrschende Meinung von Analysten über den Verlauf der Metallpreise in den nächsten zwölf bis 18 Monaten wider.

Ingrid Sternby von Barclays Capital ist anderer Meinung. Sie sieht hinter der Erholung der Metallpreise in der vergangenen Woche vor allem den Zwang der Verarbeiter, sich angesichts extrem niedriger Vorräte insbesondere bei Kupfer und Nickel mit Material einzudecken.

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