Aussicht auf Zinssenkung
Euro stürzt nach kurzer Erholung wieder ab

Der Euro hat sich nicht lange über 1,30 Dollar halten können. Belastet durch die Erwartung am Markt, dass die EZB kommende Woche die Zinsen senken wird, verliert die Gemeinschaftswährung fast sechs Cents.

HB FRANKFURT. Mit der Erholung des Euros scheint es erst einmal vorbei zu sein. Nachdem die Gemeinschafstwährung zum Dollar am Vortag im Hoch den Sprung über 1,33 Dollar nur knapp verpasste, handelt sie um am Freitagmorgen mit 1,2738 Dollar und somit fast sechs US-Cent niedriger. Auch zum Yen hat der Euro wieder an Boden verloren. Nach Höchstkursen über 131 Yen am Vortag wechselt der Euro nun mit 123,90 Yen den Besitzer. Nachdem der Euro zuletzt vor allem von der Erholung an den Aktienmärkten gestützt wurde, fällt dieser Rückenwind am Morgen aus. In Asien geben die Aktienkurse nach, und auch europäische Händler stellen sich auf Kursverluste ein.

Die Notenbank von Japan hat am Morgen den Leitzins auf 0,30 Prozent von 0,50 Prozent gesenkt. Viele Marktakteure hatten jedoch mit einer deutlicheren Rücknahme des Zinses auf 0,25 Prozent gerechnet. Dies lässt den Yen gegen Euro und Dollar aufwerten. Zudem bestand im japanischen Notenbankrat offensichtlich keine Einigkeit über den Umfang der Zinssenkung.

Händler begründeten die Kursverluste des Euros auch mit weiteren Hinweisen, die auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche hindeuten. Es sei möglich, dass der Leitzins in der kommenden Woche gesenkt werde, hatte EZB-Ratsmitglied Guy Quaden in einem Interview mit der belgischen Zeitung „De Tijd“ gesagt. Nach ähnlichen Worten von Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet gehen Experten fest davon aus, dass die Währungshüter am 6. November ihren Leitzins von 3,75 Prozent weiter senken werden.

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