Australischer Dollar im Mittelpunkt
Euro testet Unterstützung bei 1,440 Dollar

„Es werden auch in den kommenden Wochen noch günstige US-Daten erwartet, so dass der Abgabedruck auf den Euro noch andauern dürfte“, sagte ein Devisenhändler in Frankfurt. Mit einer Leitzinserhöhung in Australien rückten am Mittwoch der australische Dollar und das britische Pfund in den Mittelpunkt des Handels. Am Nachmittag werden noch Konjunkturdaten aus den USA erwartet.

HB FRANKFURT. Am Vormittag notierte der Euro mit 1,1452 Dollar nach 1,1494 Dollar zu Handelsschluss am Vorabend in New York.“Der Euro wird wahrscheinlich bis Ende des Jahres unter Druck bleiben, im kommenden Jahr dann aber wieder steigen. Die US-Daten deuten bisher nämlich nur auf eine kurzfristige, vom Staat induzierte Wirtschaftserholung hin.“ Diese Einschätzung teilen auch einige Analysten. Einige erwarten allerdings eine längere Schwächeperiode des Euro, da für die USA immer noch mit höheren Wachstumsraten zu rechnen sei als für die Euro-Zone.



Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit am Devisenmarkt standen der australische Dollar und das britische Pfund. Die australische Währung profitierte von der Entscheidung der Zentralbank von Australien (RBA), als erste der großen Notenbanken den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf fünf Prozent zu erhöhen. Nun richten sich die Blicke der Anleger auf andere Zentralbanken, die in naher Zukunft über ihre Leitzinsen entscheiden. Von der Bank von England (BoE), die ihre Beratungen am Mittwoch beginnt und am Donnerstag abschließt, erwarten Marktteilnehmer bereits eine Erhöhung des derzeit bei 3,5 Prozent liegenden Leitzinses. Das gab der britischen Währung Rückenwind. „Mit der Erwartung, dass die Weltwirtschaft sich erholt suchen Marktteilnehmer nun nach Währungen von Ländern mit hohen und steigenden Leitzinsen“, erklärte Devisenstratege Toru Umemoto von Morgan Stanley.



In der Euro-Zone tagt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, um erstmals unter der Führung des neuen Zentralbankchefs Jean-Claude Trichet über die Zinsen zu entscheiden. Der aktuelle Schlüsselzins liegt bei zwei Prozent. Analysten rechnen im November allerdings noch nicht mit einer Zinsveränderung. Von Reuters befragte Experten hatten vergangene Woche erst für das zweite Halbjahr 2004 eine Zinserhöhung prognostiziert.

Zunehmend erwarten Anleger mittlerweile in den USA eine baldige Zinserhöhung. Zwar hatte die Notenbank Fed zuletzt in Aussicht gestellt, den Leitzins auf absehbare Zeit auf dem derzeitigen Niveau zu belassen, allerdings wurde seitdem eine Reihe besser als erwarteter Konjunkturdaten veröffentlicht. In Übersee liegt der Leitzins mit einem Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 45 Jahren.

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