Bange Blicke gen Athen
Eurokurs noch weiter verbilligt

Der Schock um die griechische Neuwahl sorgt weiter für Verkäufe des Euro. Die Gemeinschaftswährung war zwischenzeitlich so billig wie seit Jahresanfang nicht mehr. Auch andere europäische Währungen gaben nach.
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FrankfurtDie Ungewissheit über die Perspektiven für Griechenland hat den Euro weiter belastet. Die Gemeinschaftswährung fiel bisweilen auf 1,2681 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Den jüngsten Rutsch des Euro hatte am Vortag die Meldung ausgelöst, dass die Versuche einer Regierungsbildung in Athen gescheitert sind und nun Neuwahlen angesetzt werden. Seither kursiert an den Märkten die Furcht vor einer Pleite Athens und einem Austritt aus der Eurozone.

Am Rentenmarkt zogen die als sicher geltenden Bundesanleihen an. Spanische und italienische Papiere wurden wegen der Sorge vor Ansteckungseffekten dagegen immer skeptischer gesehen. Die Rendite auf zehnjährige spanische Anleihen stieg auf 6,52 (spätes Vortagesgeschäft: 6,37) Prozent, die auf italienische Anleihen auf 6,175 (6,03) Prozent.

Trotz der Schwäche des Euro entwickelte sich eine Währung noch schlechter: Der ungarische Forint fiel um mehr als ein Prozent zur Gemeinschaftswährung, so dass 297,50 Forint für einen Euro gezahlt werden mussten. „Das hängt auch mit der Saga rund um Griechenland zusammen“, sagte ein Händler in Budapest. Der polnische Zloty und die tschechische Krone notierten ebenfalls schwächer. Nach Angaben der ungarischen Regierung wird sich eine Vereinbarung mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds über dringend notwendige Finanzhilfen wohl bis zum frühen Herbst hinziehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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