Barrel Brent kostet 41,66 Dollar
Ölpreise wieder auf Rekordniveau

Der nach einer Drohung der Mehdi-Miliz des radikalen Schiiten-Führers Moktada al-Sadr beschlossene Stopp der Ölförderung im Süden Iraks hat am Montag die Ängste vor einer Verknappung des Rohstoffs angeheizt und den Ölpreis erneut auf ein Rekordhoch getrieben.

HB LONDON. Ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im September verteuerte sich in London um mehr als einen Dollar auf 41,66 Dollar. US-Leichtöl verteuerte sich ebenfalls um mehr als einen Dollar auf 44,97 Dollar - den höchsten Stand seit Einführung der Öl-Futures im Jahr 1983. Wegen der gewachsenen Nachfrage aus den USA und China sind die Ölpreise in diesem Jahr bislang um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der weltweite Ölverbrauch wächst derzeit so schnell wie seit 20 Jahren nicht mehr.

„Das Pumpen aus den Ölfeldern im Süden in die Tanklager in Basra ist heute gestoppt worden, nachdem Al-Sadr Drohungen ausgestoßen hat“, sagte ein Vertreter der irakischen Öl-Wirtschaft. „Es bleibt ausgesetzt, bis die Drohung vorbei ist.“ Aus den Lagerbeständen in Basra könne aber noch zwei Tage lang Erdöl geliefert werden. Angehörige der Mehdi-Miliz hätten damit gedroht, die Ölproduktion der staatlichen Southern Oil Company in Basra zu sabotieren. Der Irak, Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), exportiert rund 1,9 Millionen Barrel pro Tag. Basra ist der wichtigste Ölhafen des Landes.

Seite 1:

Ölpreise wieder auf Rekordniveau

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%