Barrel der Sorte Brent kostet 28,31 Dollar
Hurrikan-Warnung und Streik in Nigeria erhöhen Ölpreis

Die Warnung vor einem tropischen Sturm für die Golfküste der USA und der Generalstreik im afrikanischen Ölexportland Nigeria haben am Montag Befürchtungen über Lieferengpässe aufkommen und die Ölpreise um mehr als einen Dollar anziehen lassen.

Reuters LONDON. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August wurden in London zuletzt 28,31 Dollar und damit 1,03 Dollar mehr als am Freitag bezahlt. Leichtes US-Öl verteuerte sich um 89 Cent auf 30,16 Dollar.

„Nigeria und der Sturm treiben im Moment die Käufe an“, sagte ein Händler in London. Ein Händler in New York fügte hinzu, der Sturm helfe zwar den Preisen, doch seien die Umsätze vor dem Feiertag, dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli, gering. Der größte US-Ölimporthafen Louisiana hatte zuvor am Montag mitgeteilt, vor dem nahenden Tropensturm „Bill“ seien alle Entladearbeiten eingestellt worden.

Sorgen bereitet Händlern zudem die Situation in Nigeria. In dem Mitgliedsland der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat mit Anfang dieser Woche ein Generalstreik wegen einer deutlichen Erhöhung der Benzinpreise begonnen. Analysten bezweifelten jedoch, das der Ausstand nennenswerte Auswirkungen auf die Versorgung der Märkte mit Öl haben wird.

Auch ein Sprecher des Ölkonzerns Shell, des größten Exporteurs nigerianischen Öls, sagte, der Streik habe bisher keine Auswirkungen auf Ölförderung und Export. Er warnte jedoch, sollte sich die größte Gewerkschaft des Landes, Nupeng, in den Generalstreik einschalten, könnten auch die Ölförderung und die Ausfuhr von Öl beeinträchtigt werden.

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