Barren zum Anfassen
Das Gold der Bundesbank

Die Bundesbank besitzt den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Erstmals in ihrer Geschichte öffnet sie nun die Tresortüren. Die Bevölkerung darf das Gold anfassen. Doch der größte Teil lagert gar nicht in Deutschland.
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FrankfurtViele Deutsche sähen den Goldschatz der Bundesbank lieber in der Heimat als in fremden Tresoren. Die Notenbank hat auf die Kritik reagiert und holt schrittweise Tausende Barren aus den USA und Frankreich nach Deutschland. Einen Einblick in ihre Tresore gewährt die Notenbank nicht - aus Sicherheitsgründen. Doch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann weiß, wie wichtig das Vertrauen der Bürger ist. Deshalb öffnet die Notenbank an diesem Wochenende (12./13.7.) erstmals in ihrer Geschichte die Türen für die Bevölkerung.

Dabei gibt es sogar Gold zum Anfassen: In einer Sicherheitsvitrine wird ein 12,5 Kilogramm schwerer Goldbarren liegen. Aktueller Marktwert des Goldstücks, das kleiner als eine Milchtüte ist: etwa 400 000 Euro. Das erst kürzlich aus New York gelieferte Edelmetall kann berührt und hochgehoben, aber nicht aus der Vitrine herausgenommen werden.

Deutschland besitzt nach der US-Notenbank Fed den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Doch als Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges lagern fast zwei Drittel des Edelmetalls im Ausland. Noch. Denn spätestens 2020 soll mehr als die Hälfte der zuletzt 3387 Tonnen deutschen Goldes im Gesamtwert von aktuell 102,1 Milliarden Euro in den Tresoren der Bundesbank lagern. Ende 2013 war in den Kellern in Frankfurt nicht einmal jeder dritte der Goldbarren gestapelt.

Auch wenn die Verlagerung schleppend begann und 2013 nur 37 der insgesamt geplanten 674 Tonnen Gold aus Paris und New York nach Frankfurt überführt wurden - Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele bleibt optimistisch: „Wir liegen voll im Plan und werden den Zeitplan einhalten können.“ Nach früheren Angaben sollen in diesem Jahr 30 bis 50 Tonnen Gold aus New York und 50 Tonnen aus Paris nach Frankfurt gebracht werden.

Weil viele der New Yorker Barren nicht dem heute gültigen Standard entsprechen, lässt die Bundesbank sie umschmelzen. Dabei habe sich gezeigt, dass alle Unkenrufe der Kritiker unberechtigt waren. „Bei dem bisher nach Deutschland verlagerten Gold war alles so, wie es sein soll“, betont Thiele. Ohnehin haben die Bundesbanker uneingeschränktes Vertrauen in ihre US-Kollegen: „Wir haben keine Zweifel an der Integrität der Federal Reserve Bank of New York. Unser Gold liegt dort sicher verwahrt.“

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Wozu braucht Deutschland das Gold?

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  • Was tun mit dem deutschen Gold, das angeblich in den USA gelagert ist?

    Mit den Vertröstungen muss jetzt Schluss sein, sagt Michael Mross in einem Interview mit Russia Today.

    Die Regierung soll von den USA einen Ausgleich in Dollar verlangen und das Gold an den Weltmärkten zurückkaufen.

    Wie Michael Mross gegenüber RT sagt, gibt es weder echte Kritik, noch sichtbare Anstrengungen das in den USA angeblich gelagerte deutsche Gold zurückzuholen, was den Anschein erweckt, dass Deutschland von den USA kontrolliert wird.

    In einem kürzlichen Bericht bei Bloomberg wird behauptet, dass Deutschland sich entschieden habe, seine Goldreserven nicht aus den USA zurückzuholen!

    Die Bundesbank gab stattdessen ein offizielles Statement heraus, welches ihr "Vertrauen" in die amerikanischen Partner unterstreicht.

    Nach Angaben von Bloomberg hat Deutschland seine Bemühungen nach der Rückführung von gerade einmal 5 Tonnen Gold aufgegeben, obwohl es vorher noch hieß, dass es das deutsche Gold vollständig bis 2020 zurückbekäme.

    RT: Was steckt wirklich hinter den deutschen Bemühungen, seine Goldreserven zurückzubekommen?

    Michael Mross: Diese deutschen Bemühungen zur Rückführung der Goldreserven gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Sie reden zwar darüber, aber meiner Meinung nach ist das nur simples, albernes Theater.

    Ich kann keinerlei Bemühungen erkennen. Wir vermögen angeblich nicht bis 2020 300 Tonnen zurück zu transportieren oder zurückzunehmen, was aber lächerlich ist.

    Im letzten Jahr haben sie nur 37 Tonnen zurückgeholt. Am Ende des Tages beruhigen die damit die Öffentlichkeit, aber es werden keine echten Anstrengungen unternommen das Gold zurückzuholen.

    RT: Glauben Sie irgendwelche dieser Verschwörungstheorien, nach denen das Gold fehlt?

    MM: Das ist keine Verschwörungstheorie.
    Wenn es dort ist, kann man es zurückgeben.
    Warum geben sie es uns nicht zurück?

  • Naja also Währungsreserve taugt das Gold schon lange nicht
    mehr dazu ist es viel zu wenig. Eine Goldmünze wäre viel
    zu wertvoll als das man damit effektiv bezahlen könnte.

    So ähnlich steht es ja auch geschrieben wir brauchen dass
    als Sicherheit, zum Münzen prägen und in der Industrie.

    Heutzutage hat fast jeder Mensch etwas Gold zu Hause.
    Wenn auf nicht sehr viel und sicher auch kein Feingold.
    Aber in jedem Handy,Computer oder auch Hifi-Gerät steckt
    etwas davon. Insgesamt ist das mehr Gold als alle
    Kronjuwelen und Schmückstücke der Welt zusammen enthalten.

    Wer an der Börse Gold kauft ist selber Schuld.
    Denn dort wird oft deutlich mehr Edelmetall gehandelt als
    überhaupt vorhanden ist auf der Welt.
    Dh. man erwirbt zwar einen Anspruch aber das Metall als
    Solches wird man vermutlich nie zu Gesicht bekommen.

    Viel interessanter als die Tatsache wieviel Gold nun
    welches Land hat ist aber wo das Land denn das Gold
    her hat. Bei Deutschland ist es nunmal der 2. Weltkrieg.
    Daher das Gold auch solange im Ausland gelagert wurde und
    es niemand sehen durfte.

    Gut 50 Jahre später hat es einfach nicht mehr so die
    Bedeutung daher es jetzt auch gehollt werden darf.

    Ob das nun ne Tonne mehr oder weniger ist spielt dabei
    nicht wirklich eine Rolle.

    Immerhin sind wir im Zeitalter der Nanotechnologie
    angekommen mit genug Energie lässt sich jedes Edelmetall
    im Labor herstellen.

  • Herr Brintrup,
    es ist nicht futsch. Sie unterliegen einer Propagandalüge. Dieses Gold war nie in Deutschland. 1945 haben die gelobten "Befreier" alles noch vorhandene geraubt.
    Das angebliche Gold in den USA wurde von der BRiD gekauft.
    Nun, wer sich ansieht, wie die BRiD-Regierungen dem größten Völkermord der Geschichte, jenem am deutschen Volk, nachgehen, wie sie die hunderttausendfach Ermordeten deutschen Soldaten auf den Rheinwiesenlagern sühnen, wie sie die größten Patenträuber der Geschichte als "Freunde" bezeichnen, wie sie jahrzehntelang mit Echelon und jetzt der NSA die über die offiziellen Tributzahlungen hinausgehend die Deutschen auszuplündern und auszuspionieren halfen, der darf mit Fug und Recht davon ausgehen, daß noch niemals ein BRiDler überprüft hat, ob das von den "Freunden" im Auftrag der BRiD gekaufte Gold, überhaupt jemals gekauft worden ist.

    Ich vermute, dieses Gold hat nie existiert, die dummen Deutschen glauben die Siegergeschichtsschreibung und offensichtlichste Propagandlügen bis zum heutigen Tag, wieso also sollte man so einem Trottelvolk nicht auch beim Gold, das geben, was es im Grunde verdient?

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