Bedarf an Kupfer und Nickel
Australien hebt Prognosen an

Das Rohstoffamt der australischen Regierung, Abare, hat seine Preisprognosen für Kupfer und Nickel heraufgesetzt. Diese Schätzungen genießen wegen der großen Bedeutung des Kontinents als Rohstoffförderland besondere Aufmerksamkeit.

MELBOURNE. Das Amt argumentiert, dass die Produktionskapazitäten der Bergbaubetriebe nicht mit der Nachfrage auf dem Weltmarkt Schritt hielten. Bei ohnehin angespannter Marktsituation schrumpften die Lagerbestände. Arbeitskämpfe in einigen großen Minen Südamerikas verschärften die Angebotssituation zusätzlich.

Kupfer, Nickel und anderen Metalle verteuerten sich in diesem Jahr auf neue Rekordwerte. Dahinter steht das Wirtschaftswachstum in China, das die Nachfrage vorantreibt. Der steigende Lebensstandard in der Volksrepublik kurbelt die Nachfrage nach Autos, Wohnimmobilien und Haushaltsgeräten an und prägt bislang die Entwicklung der Metallpreise am Weltmarkt.

Im Durchschnitt wird Kupfer in diesem Jahr 6 840 Dollar je Tonne kosten, erwartet Abare. In der Juni-Prognose hatte das Amt noch 6 120 Dollar erwartet. Die Prognose für 2007 stieg von 5 550 auf 6 250 Dollar je Tonne. Aktuell werden für den kurzfristigen Kontrakt an der London Metal Exchange LME allerdings rund 7 700 Dollar gezahlt.

Den Nickelpreis sehen die Abare-Analysten in diesem Jahr im Mittel bei 22 000 Dollar je Tonne. Die Juni-Schätzung lag bei 16 600 Dollar. Für kommendes Jahr rechnet Abare mit 18 900 Dollar, nachdem eine frühere Prognose von 13 700 Dollar ausging. Die neuen Schätzungen berücksichtigten die anhaltend starke Nachfrage nach Edelstahl, besonders angesichts der raschen Industrialisierung Chinas. Ein weiterer Faktor ist, dass die weltweite Produktion von Bergbaubetrieben und Raffinerien langsamer wächst. Auch hier liegt der aktuelle Preis weit über den Schätzungen. Für den Dreimonats-Kontrakt an der LME werden über 30 000 Dollar gezahlt.

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