Bedarf an neuen Finanzinstrumenten: China reformiert Devisenhandel

Bedarf an neuen Finanzinstrumenten
China reformiert Devisenhandel

China reformiert den Devisenhandel, denn die boomende Außenwirtschaft fragt höher entwickelte Finanzprodukte nach. Chinas Devisenhändler sollen ab Mai den Handel zwischen einer Reihe von ausländischen Währungen aufnehmen können.

HB DÜSSELDORF. Bisher schon können Chinas Devisenmanager den Yuan im Inland gegen vier ausländische Währungen tauschen: den US-Dollar, den Euro, Hongkong-Dollar und japanische Yen.

In China ist das staatliche China Foreign Exchange Trade System (CFETS) für die Abwicklung sämtlicher inländischer Devisentransaktionen zuständig. Das CFETS schafft in diesen Tagen die Voraussetzungen dafür, in China auch ausländische Devisen gegeneinander handeln zu können.

Zunächst soll der Handel mit acht Devisenpaaren gestattet werden: EUR/USD, AUD/USD, GPB/USD, USD/JPY, USD/CAD, USD/CHF, USD/HKD und EUR/JPY.

Zudem wurden neun Maklerinstitutionen (Market Maker) für diese Devisenpaare ernannt, darunter neben sechs weiteren Banken die Deutsche Bank. Dem CFETS zufolge werden die neuen Produkte die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Banken verbessern.

Sie sollen den Bedarf der Banken an Devisen für Investitionen und Sicherungsgeschäfte besser decken und so die Verwendung von Devisen im Inland effizienter machen und den Aufwertungsdruck auf den Yuan verringern. Zudem wird das international übliche System zur Preisfindung für Währungen in China eingeführt.

Mit der Einführung des inländischen Handels mit Devisenpaaren will die chinesische Regierung den chinesische Devisenmarkt stärker an die internationalen Märkte anpassen.

Bisher wird in China vornehmlich der US-Dollar gegen Yuan gehandelt, wobei die staatliche People's Bank of China der wichtigste Marktteilnehmer ist und den Kurs in einer engen Taggesspanne um 8,28 Yuan zum US-Dollar hält.

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