Bedarf Chinas wächst
Zellstoffpreise steigen kräftig

Die Preise für Zellstoff sind an den nordamerikanischen und europäischen Märkten in jüngster Zeit konjunkturbedingt auf neue Höchststände gestiegen. Seit Anfang Dezember 2005 ist der Preis für die Zellstoff-Richtqualität NSBK um beinahe 25 Prozent in die Höhe geschnellt.

HELSINKI. Nach einem Durchschnittspreis von 645 Dollar je Tonne im Jahr 2005 lagen die Verkaufspreise der Produzenten zur Lieferung in den Nordosten der USA im Juni zwischen 720 und 730 Dollar je Tonne, errechnete die kanadische Scotiabank. In Europa liegen die NSBK-Preise nach Beobachtungen der Nordea-Bank rund 30 bis 40 Dollar unter dem nordamerikanischen Niveau. "Wir sehen derzeit die höchsten Listenpreise seit dem Jahr 1996", sagt Nordea-Rohstoffchef Riku Lindström.

Der globale Zellstoff- und Papiermarkt, der es auf ein Umsatzvolumen von rund 86 Mrd. US-Dollar bringt, befindet sich nach einer Analyse des finnischen Researchhauses Foex in einer nach wie vor angespannten Situation. Der von einigen wenigen Produzenten initiierten Erhöhung der Listenpreise seien inzwischen andere Marktteilnehmer gefolgt.

Begründet wird der starke Preisanstieg von den Rohstoff-Experten der Bank of Montreal mit gestiegener Nachfrage und Engpässen in der Produktion. So wurden auf Grund notwendiger Wartungsarbeiten saisonal Werke geschlossen. Hinzu kam der starke Zellstoff- und Papier-Bedarf Chinas. "Die starke chinesische Nachfrage hat am Markt überrascht", heißt es bei der Nordea-Bank. Die Experten dieses Instituts erwarten allerdings für das zweite Halbjahr 2006 eine weniger aggressive Einkaufspolitik der Chinesen.

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