Bedrohung durch Hurrikane
Stürme treiben den Ölpreis

Noch sind die Schäden der Mega-Stürme „Katrina“ und „Rita“ vom vergangenen Sommer nicht vollends behoben – da stellen sich die Katastrophenversicherer und der Ölmarkt bereits auf die nächste Hurrikansaison vor der US-Ostküste ein.

LONDON. Diese hat offiziell am 1. Juni begonnen und wird nach bisheriger Erfahrung bis weit in den Herbst hineinreichen. Bereits gestern nahm Tropensturm „Alberto“ im Golf von Mexiko Kurs auf Florida. Er wird sich wohl noch nicht zu einem Wirbelsturm mit der Zerstörungskraft von „Katrina“ entwickeln, gibt aber einen Vorgeschmack auf die Saison.

Bereits Ende Mai reagierte der Ölpreis an der New Yorker Nymex erstmals auf die Gefahr neuer Produktionsausfälle im Golf von Mexiko. Dort wird ein Viertel der gesamten US-Ölförderung aus dem Meeresboden gepumpt – etwa ein Achtel mehr als noch vor zehn Jahren.

Laut dem amerikanischen Minerals Management Service bleibt die Ölförderung in der Region noch heute um etwa ein Fünftel hinter der vor den Wirbelstürmen produzierten Menge von etwa 1,5 Mill. Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) täglich zurück. Weiterhin fehlen 13 Prozent des früheren Erdgas-Ausstoßes. „Da am Welterdölmarkt derzeit kaum noch freie Kapazitäten vorhanden sind, würden neue Ausfälle in den USA den Markt empfindlich treffen“, sagt Kevin Norrish von Barclays Capital in London.

Nach Berechnungen der National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA, könnte die US-Ostküste im weiteren Jahresverlauf von acht bis zehn Wirbelstürmen heimgesucht werden, vier bis sechs davon von großer Stärke. „Die Hurrikansaison ist zu einem festen Bestandteil unserer Tätigkeit im Golf von Mexiko geworden“, räumt eine BP-Sprecherin illusionslos ein.

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