Bei „Soft Commodities“ ist Diversifizierung wichtig
Asiens Importhunger stützt Agrarprodukte

Während Metall- und Energiepreise zuletzt historische Höchststände erreichten, sind die Preise von AgrarRohstoffen, den so genannten „Soft Commodities“, größtenteils stark zurückgeblieben. So fielen etwa die Preise für Weizen, Kaffee, Mais und Sojabohnen auf das Niveau vom Anfang der 90er Jahre zurück. Grund genug, einen Blick auf die Chancen und Risiken der landwirtschaftlichen Rohstoffe zu werfen.

HB DÜSSELDORF. Während in Europa und den USA das Angebot die Nachfrage bei diesen Gütern übersteigt, wird vor allem in Asien und Afrika nicht genug Nahrung produziert. Viele Staaten müssen importieren. Als Gründe gelten das Bevölkerungswachstum sowie die geringe Produktivität des wenig automatisierten Sektors. Bei der Bodenbearbeitung wird zudem weniger Düngemittel eingesetzt.

Gleichzeitig wird die Weltbevölkerung weiter wachsen, was zu einer stabilen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten führt. In diesem Kontext ist der strukturelle und gesellschaftliche Wandel von Bedeutung – vor allem in Asien und hier besonders in China und Indien. Mit 3,7 Milliarden Einwohnern ist Asien der mit Abstand bevölkerungsreichste Kontinent der Erde; 60 Prozent der Menschheit leben dort. Die Wachstumsraten liegen weit über denen der westlichen Länder. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist eine massive Ausweitung der Anbauflächen dort aber nur eingeschränkt möglich. Im Gegenteil: Der urbane Lebensraum wird sich weiter ausweiten und die zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche reduzieren.

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