Beratungen in Wien
Opec berät über Kürzung der Öl-Fördermenge

Die Opec-Länder beraten in Wien über Möglichkeiten, den Ölpreis trotz Wirtschaftskrise und gesunkener Nachfrage zu stabilisieren. Auf der Tagesordnung steht die Frage, ob die Fördermenge über die seit September beschlossenen Kürzungen hinaus reduziert werden soll.

HB WIEN. Die Minister der zwölf Mitgliedsstaaten müssen dabei entscheiden, ob sie den Marktpreis mit der Einhaltung zuvor beschlossener Drosselungen regulieren oder weitere Kürzungen vornehmen wollen. An der Sitzung der Organisation erdölexportierender Länder nimmt auch der stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Setschin als Beobachter teil. Russland ist zweitgrößter Ölexporteur der Welt, ist jedoch kein Opec-Mitglied.

Vor Beginn der Beratungen sprachen sich mehrere Minister am Sonntag dafür aus, die seit September vorgenommenen Kürzungen von 4,2 Mio. Barrel pro Tag konsequenter einzuhalten. Die bereits beschlossenen Drosselungen seien eine sehr gute Maßnahme und müssten so streng wie möglich umgesetzt werden, erklärte der saudiarabische Ölminister Ali al-Naimi bei seiner Ankunft in Wien. Saudi-Arabien ist der größte Ölexporteur der Welt. Zuvor hatte al-Naimi der Zeitung „al-Hajat“ (Sonntagausgabe) gesagt, eine Kürzung der Fördermenge würde höhere Preise zur Folge haben und eine Gesundung der Weltwirtschaft verhindern.

Dagegen forderte der algerische Energieminister Chakib Khelil sowohl die Einhaltung der Drosselung als auch weitere Kürzungen. Der Markt habe bereits eine Reduzierung von weiteren 500 000 Mio. Barrel am Tag eingepreist. Falls dies nicht beschlossen werde, würde der Ölpreis wieder fallen.

Die seit September beschlossenen Kürzungen sind die deutlichsten, die die Opec jemals vorgenommen hat. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl hat sich seit Dezember von 32,80 Dollar auf 46 Dollar am Freitag erhöht. Das sind pro Barrel allerdings noch immer mehr als 100 Dollar weniger als im Juli 2008.

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