Biomasse
Restholz soll Strom liefern

Das Land NRW und RWE-AG unterzeichneten am Donnerstag (6.9.) einen Vertrag über den Bau von CO2-neutralen Biomassekraftwerken. Das erste Kraftwerk, in dem aus Holz Strom und Wärme gewonnen werden soll, will die RWE bereits im nächsten Jahr bauen.

HB DÜSSELDORF. 2009 soll das 25 Millionen Euro teure Kraftwerk fertig sein. Zum Einsatz sollen vor allem Holzreste, also Bruchholz, Äste und Kronenmaterial kommen, das normalerweise im Wald liegen bleibt und dort verrottet. Rund 50 000 Tonnen dieser sogenannte Forstbiomasse sollen dann jährlich in der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verbrannt werden. Die Anlage in Wittgenstein soll rund 30 Megawatt (MW) thermisch und maximal acht MW elektrische Energie liefern.

Während sich die RWE Energy AG bereit erklärte in den nächsten 13 Jahren bis zu 10 dieser Anlagen zu bauen, verpflichtet sich das Land im Gegenzug dazu, das Unternehmen bei der Beschaffung der notwendigen Holzmengen zu unterstützen. Die Standorte der Kraftwerke sollen so ausgewählt werden, dass die benötigte Biomasse jeweils im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern in ausreichender Menge vorhanden ist.

Profitieren sollen nach dem Willen von NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg vor allem die Waldbesitzer: „Sie eröffnen sich einen neuen Absatzmarkt für bisher nicht genutztes Holz und sparen die Kosten für die Räumung des Waldes“, so der Umweltminister bei der Unterzeichnung der Verträge.

„Mit diesem innovativen Projekt wollen wir unser Portfolio an energieeffizienten und klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen weiter ausbauen“, sagte Berthold Bonekamp. Allerdings stellte Bonekamp klar: „Damit wird das umfangreiche Programm zum Bau neuer Kohlekraftwerke im RWE-Konzern ergänzt“. Das Unternehmen war in der vergangen Zeit von Umweltschutzorganisation kritisiert worden, weil es mehrer Kohlekraftwerke bauen will, und damit nach Ansicht der Umweltorganisationen die CO2-Emission nicht verringert.

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