Biotreibstoffmarkt
Experten sprechen vom neuen Agrar-Zeitalter

Agrarische Rohstoffe stehen nach Meinung von Philip Vorndran, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management, vor einem Aufschwung. „In den nächsten Jahren wird eindeutig die Zeit der Agrarwirtschaft anbrechen“, sagt auch Daniel Basse, Präsident der auf Agrar-Rohstoffe fokussierten Beratungsgesellschaft AGResource mit Sitz in Chicago.

NEW YORK . So dürften vor allem die Preise für Mais und Sojabohnen und anderer Ölsaaten wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach Biotreibstoffen immer stärker zulegen.

„Die Nachfrage nach Ethanol wird sich in den USA bis zum Jahr 2012 in etwa verdreifachen“, sagte Basse im Rahmen einer von DJ AIG in New York abgehaltenen Rohstoff-Konferenz. Doch die Biotreibstoff-Revolution sei nicht auf die USA konzentriert, sondern vielmehr weltweit zu beobachten. In diesem Zusammenhang verweist Vorndran auf die starke Nachfrage der VR China nach agrarischen Rohstoffen. In den kommenden Jahren dürften sich die Ernährungsgewohnheiten der Chinesen weg vom Reis hin zu anderen Getreidearten verändern, was dann sowohl Mais als auch Weizen begünstigen dürfte.

Seinen Optimismus für den globalen Maismarkt bezieht Basse auch aus der Tatsache, dass die weltweiten Bestände dieses Getreides bei rund 91 Mill. Tonnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 1984 liegen. Im nächsten Jahr könnten die Bestände dann weiter auf 55 Mill. Tonnen fallen, sagt er. Weniger Aufwärtspotenzial hat nach Meinung des Experten der Sojabohnenmarkt, da die Versorgungslage hier ungleich besser sei als bei Mais und Weizen. Die globalen Weizenbestände befinden sich derzeit auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 1983. Etwaige witterungsbedingte Störungen – wie die derzeit in Mitteleuropa und in Teilen Nordamerikas zu beobachtende Hitze- und Dürreperiode könnten die Preise nach oben treiben.

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