Bitcoin Mutmaßlicher Erfinder will Technologie patentieren lassen

Die digitale Währung erlebt derzeit einen Höhenflug: Ein einziger Bitcoin war zuletzt über 1200 US-Dollar wert. Craig Wright sieht sich selbst als Erfinder der Währung und will diese nun mit einem Patent versehen.
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Bitcoins und die Blockchain-Technologie könnten vor einer Patentierung stehen. Quelle: Reuters
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Bitcoins und die Blockchain-Technologie könnten vor einer Patentierung stehen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer mutmaßliche Bitcoin-Erfinder will sich die Online-Währung und die zugrundeliegende sogenannte Blockchain-Technologie patentieren lassen. Der australische Computer-Experte Craig Wright hat in Großbritannien mehr als 70 Patente angemeldet, wie aus Unterlagen hervorgeht, die Reuters einsehen konnte. Personen aus Wrights Umfeld zufolge sollen es bis zu 400 Anträge werden. Bislang wurde aber noch kein Patent erteilt.

Schutzrechte auf Blockchain könnten es Banken erschweren, diese Verschlüsselungstechnologie für ihr Geschäft zu nutzen. So experimentiert die Deutsche Bank in Zusammenarbeit mit der britischen HSBC und anderen Instituten mit Handelsfinanzierungen via Blockchain. Außerdem arbeiten zahlreiche Geldhäuser an eigenen Cyber-Währungen. Die Deutsche Börse will diese Technologie bei Wertpapiergeschäften nutzen.

Vom Spielgeld zum Investment
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Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind Einheiten einer digitalen Währung. Es sind keine Scheine oder Münzen, sondern verschlüsselte Datenblöcke, die von Nutzer zu Nutzer übertragen werden. Bitcoins gibt es bereits seit 2009. Die Idee dahinter war, Geldtransaktionen nicht über eine Bank, sondern anonym und dezentral im Internet abzuwickeln.

Quelle: bitcoin.de

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Wie funktioniert das Internetgeld?

Jeder Bitcoin-Nutzer erhält einen öffentlichen und einen privaten Bitcoin-Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel sendet und empfängt er die digitale Währung, mit dem privaten autorisiert er die Transaktionen. Die Daten werden dabei zufällig generiert, der Benutzer bleibt also anonym.

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Wo bekomme ich Bitcoins?

Der einfachste Weg, an Bitcoins zu kommen, ist sie über eine Bitcoin-Börse zu erwerben. Etwa 60 Bitcoin-Umschlagplätze gibt es weltweit, in Deutschland sind bitcoin.de, Mt.Gox und BitMarket einige der Anbieter. Dort tauschen Menschen, die die Taler besitzen, die digitale Währung gegen reales Geld. Inzwischen können Nutzer auch über Geldautomaten Bargeld gegen Bitcoins tauschen. Die ersten stehen in  Kanada, Schweden, Finnland und in den USA.

Quelle: lamassu.is

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Wie werden Bitcoins geschöpft?

Anders als bei gewöhnlichem Geld gibt es keine Zentralbank, die Bitcoins ausgibt. Stattdessen können Nutzer mittels der eigenen Rechner Bitcoins generieren. Allerdings dauert das eine Weile: So würde ein normaler Computer für die Schöpfung von 50 Bitcoins rund ein Jahr brauchen.

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Wo kann man mit Bitcoins bezahlen?

Der Bezahldienst Bitpay allein zählt rund 12000 Unternehmen, die Bitcoins als Zahlungsart akzeptieren, besonders viele davon in Europa und den USA.

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Auch einige deutsche Unternehmen nehmen die neue Währung an, etwa Cafés und Restaurants. So können Kunden derzeit bei mehr als 40 Berliner Shops mit Bitcoins bezahlen.

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Warum boomt der Handel mit dem Internetgeld?

Noch vor einem Jahr waren Bitcoins so gut wie nichts wert. Ende 2013 änderte sich das: Binnen weniger Wochen stieg der Kurs schlagartig an: So war ein Bitcoin Ende November rund 731 Euro wert. Zum Vergleich: Im Januar kostete er gerade einmal elf Euro. Der Preis steigt, weil die Nachfrage nach der Währung schneller wächst als die Anzahl der Bitcoins. So hat sich die Menge von Bitcoin-Adressen seit Februar vergangenen Jahres versechsfacht.

Quelle: bitcoin.de

Wright gab sich 2016 in einem TV-Interview als Mann hinter dem Erfinder-Pseudonym Satoshi Nakamoto zu erkennen. Es ist aber unklar, ob der Australier wirklich Bitcoin entwickelt hat. Die Patentanträge deuten allerdings auf tiefes Wissen über die Funktionsweise von Blockchain hin.

Cyber-Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple unterliegen keiner staatlichen Kontrolle. Ihren Kurs bestimmen lediglich Angebot und Nachfrage. Da sie sekundenschnell, sicher verschlüsselt und anonym weltweit eingesetzt werden können, sind sie unter anderem bei Online-Glücksspielern beliebt. Außerdem machen Bitcoin & Co. im Zusammenhang mit Waffenschieberein oder Drogengeschäften immer wieder Schlagzeilen.

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