Bitcoins Digitalwährung erreicht Rekordhoch

Die virtuelle Währung Bitcoin hat am Freitag ein Rekordhoch erreicht. Erstmals notierte der Kurs der Kryptowährung höher als 1200 US-Dollar. Mehrere Faktoren treiben den Preis für das digitale Geld an.
Update: 24.02.2017 - 12:01 Uhr Kommentieren
Die digitale Währung erlebt derzeit einen Höhenflug. Quelle: AFP
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Die digitale Währung erlebt derzeit einen Höhenflug.

(Foto: AFP)

Frankfurt/MainDie Digitalwährung Bitcoin hat am Freitag den rasanten Höhenflug der vergangenen Handelstage fortgesetzt und ein Rekordhoch erreicht. In der Nacht sprang der Kurs erstmals über die Marke von 1200 US-Dollar und stieg zeitweise bis auf 1218,85 Dollar. Am Morgen kam es allerdings zu Gewinnmitnahmen und der Bitcoin wurde zuletzt bei 1161,49 Dollar gehandelt.

„Hauptgrund für den jüngsten Preisauftrieb sind Spekulationen auf die Genehmigung des ersten Bitcoin-ETF durch die US-Börsenaufsicht“, hieß es in einer Einschätzung von Devisenexperten der BayernLB. Demnach soll die Entscheidung für die Genehmigung des Fonds am 11. März fallen. Dies dürfte den Handel mit Bitcoins grundlegend verändern, weil es mehr Anlegern Zugang zur Kryptowährung verschaffen würde.

Vom Spielgeld zum Investment
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Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind Einheiten einer digitalen Währung. Es sind keine Scheine oder Münzen, sondern verschlüsselte Datenblöcke, die von Nutzer zu Nutzer übertragen werden. Bitcoins gibt es bereits seit 2009. Die Idee dahinter war, Geldtransaktionen nicht über eine Bank, sondern anonym und dezentral im Internet abzuwickeln.

Quelle: bitcoin.de

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Wie funktioniert das Internetgeld?

Jeder Bitcoin-Nutzer erhält einen öffentlichen und einen privaten Bitcoin-Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel sendet und empfängt er die digitale Währung, mit dem privaten autorisiert er die Transaktionen. Die Daten werden dabei zufällig generiert, der Benutzer bleibt also anonym.

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Wo bekomme ich Bitcoins?

Der einfachste Weg, an Bitcoins zu kommen, ist sie über eine Bitcoin-Börse zu erwerben. Etwa 60 Bitcoin-Umschlagplätze gibt es weltweit, in Deutschland sind bitcoin.de, Mt.Gox und BitMarket einige der Anbieter. Dort tauschen Menschen, die die Taler besitzen, die digitale Währung gegen reales Geld. Inzwischen können Nutzer auch über Geldautomaten Bargeld gegen Bitcoins tauschen. Die ersten stehen in  Kanada, Schweden, Finnland und in den USA.

Quelle: lamassu.is

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Wie werden Bitcoins geschöpft?

Anders als bei gewöhnlichem Geld gibt es keine Zentralbank, die Bitcoins ausgibt. Stattdessen können Nutzer mittels der eigenen Rechner Bitcoins generieren. Allerdings dauert das eine Weile: So würde ein normaler Computer für die Schöpfung von 50 Bitcoins rund ein Jahr brauchen.

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Wo kann man mit Bitcoins bezahlen?

Der Bezahldienst Bitpay allein zählt rund 12000 Unternehmen, die Bitcoins als Zahlungsart akzeptieren, besonders viele davon in Europa und den USA.

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Auch einige deutsche Unternehmen nehmen die neue Währung an, etwa Cafés und Restaurants. So können Kunden derzeit bei mehr als 40 Berliner Shops mit Bitcoins bezahlen.

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Warum boomt der Handel mit dem Internetgeld?

Noch vor einem Jahr waren Bitcoins so gut wie nichts wert. Ende 2013 änderte sich das: Binnen weniger Wochen stieg der Kurs schlagartig an: So war ein Bitcoin Ende November rund 731 Euro wert. Zum Vergleich: Im Januar kostete er gerade einmal elf Euro. Der Preis steigt, weil die Nachfrage nach der Währung schneller wächst als die Anzahl der Bitcoins. So hat sich die Menge von Bitcoin-Adressen seit Februar vergangenen Jahres versechsfacht.

Quelle: bitcoin.de

Zuvor hatte bereits das „Wall Street Journal“ berichtet, dass die amerikanische Börsenaufsicht SEC bis zum 11. März über eine Regeländerung entscheidet, die eine Zulassung des „Winklevoss Bitcoin Trust ETF“ ermöglichen würde. Nach Einschätzung von Experten könnte dies für einen starken Zulauf in das Bitcoin-Geschäft sorgen.

Als weiteren Preistreiber nennen Marktbeobachter die generelle Sorge der Investoren vor politischen Unsicherheiten in den USA und in Europa. Zuletzt hatten auch zunehmende Kapitalverkehrskontrollen in China dem Bitcoin Auftrieb verliehen. Chinesische Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Sie ist seit 2009 im Umlauf. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt. Sie beruhen auf der so genannten Blockchain-Technik: Dabei werden alle Bitcoin-Transaktionen auf allen beteiligten Rechnern gespeichert, in Blocks zusammengefasst, die jeweils mit sämtlichen vorangegangenen Transaktionen verkettet sind. Ein zentrales Register wie in einer Zentralbank entfällt damit.

  • dpa
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