Börsengänge
Blackrock geht mit Banken hart ins Gericht

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat die Bewertungspraxis bedeutender Investmentbanken bei Börsengängen scharf kritisiert. Die jüngsten Erfahrungen bezeichnete Blackrock als frustrierend.
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LondonDer milliardenschwere Börsengang des Schweizer Rohstoffriesen Glenore hat ein bitteres Nachspiel. In einem Brief an bedeutende Investmentbanken geht der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock mit den Praktiken der Geldhäuser bei wichtigen Börsengängen hart ins Gericht.

"Es ist in unser aller Interesse, dass London im Zentrum blühender Kapitalmärkte bleibt, allerdings waren die jüngsten Erfahrungen bei Börsengängen teilweise frustrierend", zitiert die Zeitung "Sunday Telegraph" aus dem Brief. Blackrock kritisiert, dass die Banken mit unrealistischen Bewertungsvorstellungen in den Markt gingen. Außerdem hätten die Investoren zu wenig Zeit, Unternehmen, die an die Börse streben, genau unter die Lupe zu nehmen und schließlich seien zu große Bankenkonsortien bei einer Emission kontraproduktiv.

Glencore hat in der vergangenen Woche an der Londoner Börse die Rekordsumme von elf Milliarden Dollar eingesammelt. Allerdings fielen die Aktien, die zu 530 Pence je Stück an den Markt kamen, bereits am ersten Handelstag unter den Ausgabepreis. Glencore hatte 23 Banken für den Börsengang nominiert, die sich durch die Mammutemission schätzungsweise 350 Millionen Dollar sicherten. Der Löwenanteil davon dürfte an die Konsortialführer Citigroup Morgan Stanley und Credit Suisse gehen.

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