Devisen + Rohstoffe
Borealis plant Plastikwerk in Deutschland für rund 200 Millionen Euro

Der dänische Petrochemiekonzern Borealis A/S prüft den Bau einer neuen Plastikfabrik in Deutschland für rund 200 Mill. Euro.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der dänische Petrochemiekonzern Borealis A/S prüft den Bau einer neuen Plastikfabrik in Deutschland für rund 200 Mill. Euro. Das Werk könne schon in den nächsten Jahren am Borealis-Standort Burghausen in Bayern gebaut werden und jährlich 340 000 Tonnen des Kunststoffs Polypropylen produzieren, sagte Vorstandschef John Taylor dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

Das neue Werk solle mit dem so genannten Random Polypropylen ein Material für spezielle Anwendungen in der Autoindustrie, für Verpackungszwecke und für druckfeste Rohre herstellen. Damit bleibe der im dänischen Lyngby ansässige zweitgrößte Polyolefinhersteller Europas, an dem Norwegens Statoil AS 50 Prozent sowie Österreichs OMV AG und Abu Dhabis Ölholding Ipic je 25 Prozent halten, dem Branchenprimus Sabic Europetrochemicals BV auf den Fersen.

Ob Borealis an der von Basf AG und Royal Dutch Shell Plc/NV zum Verkauf gestellten Plastikriesen Basell NV interessiert ist, kommentiert Taylor mit dem Satz "Sag' niemals nie" und dem Verweis auf die Pläne der Gesellschaft in Nahost.

Borealis wolle einstweilen weder in den USA noch in China in größerem Umfang produzieren. "Wir können nur selektiv investieren", sagt Taylor. Borealis sei jedoch über Lizenzvergaben an den China-Großprojekten beteiligt. Taylor erwartet ein rasantes Wachstum: "Die Chinesen kaufen immer mehr Kunststoff." Skeptisch stimme ihn jedoch, dass die in China geplanten Petrochemiekomplexe mit importiertem Öl betrieben werden müssen.

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