BP-Chef: Rohstoff vergleichsweise billig
Ölpreise leicht gefallen

Der Rohölpreis der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) war ebenfalls wieder günstiger zu haben. Nach Einschätzung des deutschen BP-Chefs Uwe Franke ist Öl trotz des erreichten Niveaus von mehr als 50 Dollar für ein Barrel nicht extrem hoch.

HB NEW YORK/WIEN. „Rohöl ist nach wie vor einer der billigsten Stoffe, die man kaufen kann“, sagte er. Verglichen mit den Preisen der 70er Jahre müsste der Ölpreis bei 70 oder 80 Dollar stehen, wenn er sich ähnlich wie die allgemeine Inflationsrate entwickelt hätte.

Nach Angaben des Opec-Sekretariats kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 49,40 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Mittwoch. Opec-Analysten führten die Preissenkung am Freitag auf die unerwartet hohen Lagerbestände in den USA und eine abgeschwächte Nachfrage nach Rohöl in Fernost zurück.

Rohöl zur Aprilauslieferung fiel Freitagmorgen (Ortszeit) im elektronischen Handel an der New Yorker Warenterminbörse Nymex um 50 Cent auf 53,04 Dollar. Zuvor hatte es sogar noch stärkere Abschläge auf 52,50 Dollar gegeben. Viele Hedge-Fonds und andere spekulative Marktteilnehmer zogen sich nach Darstellung von Ölhändlern zurück, nachdem der Rekordpreis von 55,67 Dollar je Barrel vom Oktober vergangenen Jahres in dieser Woche nicht übertroffen werden konnte. Der US-Ölpreis hatte zeitweise 55,65 Dollar erreicht, ehe es in den vergangenen drei Tagen zu Rückgängen von rund drei Prozent kam.

Die weltweite Energieversorgung wird nach Frankes Ansicht noch lange im wesentlichen von Öl und Gas abhängen. Der deutsche BP-Chef verteidigte die hohen Gewinne der Ölkonzerne mit dem Hinweis auf die erheblichen Investitionen. So habe BP im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von rund 200 Milliarden Dollar rund 16 Milliarden Dollar Gewinn erreicht, aber 15 Milliarden Dollar investiert.

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