Brent und WTI US-Ölreserven geringer als erwartet

Die Amerikaner haben doch weniger Öl auf Lager, als erwartet. Die Ölpreise schützt das trotz des stärkeren Dollars.
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Ölförderanlagen in Los Angeles, Kalifornien: Die Reserven der USA sind geringer, als erwartet. Quelle: dpa

Ölförderanlagen in Los Angeles, Kalifornien: Die Reserven der USA sind geringer, als erwartet.

(Foto: dpa)

Singapur/New YorkDie Ölpreise haben am Mittwoch weiter uneinheitlich tendiert. Experten sprachen von gegenläufigen Faktoren am Ölmarkt. So habe der etwas festere Dollar die Ölpreise belastet, hieß es. Auf der anderen Seite hätten jüngst gesunkene Rohölvorräte die Preise gestützt. Das private American Petroleum Institute (API) hatte am Dienstagabend einen deutlichen Rückgang der US-Vorräte an Rohöl gemeldet. In den Tanklagern befanden sich drei Millionen Barrel Rohöl weniger, wie der Branchenverband API am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einem Rückgang von 1,5 Millionen Barrel gerechnet. Am heutigen Mittwoch werden die wöchentlichen Regierungszahlen veröffentlicht.

Wer auf den weltweit größten Ölreserven sitzt
Platz 10: Nigeria
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Das Ende der Top Ten bildet Nigeria. Der westafrikanische Staat gehört seit 1971 zur Organisation Erdöl exportierender Staaten, kurz OPEC. Rund 37,2 Milliarden Barrel hat Nigeria an Ölreserven, was knapp drei Prozent der weltweiten Reserven sind.

Quelle: BP Statistical Review of World Energy Juni 2010

Platz 9: Kasachstan
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Kasachstan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Das Bild zeigt die Firmenzentrale des staatlichen kasachischen Energiekonzerns Kazmunaigaz. Bei den Ölreserven kommt die zentralasiatische Republik auf Platz 9 - mit 39,8 Milliarden Barrel.

Platz 8: Libien
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Der nordafrikanische Staat Libyen hat statistische Reserven von 44,3 Milliarden Barrel. Die Zahl bezieht sich auf nachgewiesene Reserven - per Definition die Mengen, die geologisch wahrscheinlich sind und künftig mit derzeit bekannten Technologien wirtschaftlich gefördert werden können. Libyen hat mit 73,4 ein besonders großes Verhältnis von Reserven zu Produktion. Diese Quote gibt an, wie lange die derzeit bekannten Reserven noch ausreichen würden, wenn die Produktion konstant bliebe.

Platz 7: Russland
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Die russische Wirtschaft hängt stark von der Ölindustrie ab: Steigt der Ölpreis, geht es auch den Russen gut. Fällt er wie in der Finanzkrise stark zurück, wird es eng. Mehr als fünf Prozent der weltweiten Ölreserven befinden sich auf russischem Staatsgebiet. Mit einer Menge von 72,2 Milliarden Barrel liegt Russland in der Liste der Top-Ten damit auf Rang sieben.

Platz 6: Vereinigte Arabische Emirate
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Knapp unter den 100 Milliarden Barrel liegen die Vereinigten Arabischen Emirate mit Reserven von 97,8 Milliarden Barrel. Sie erreichen damit Platz 6. Von den sieben Emiraten sitzt Abu Dhabi auf den meisten Reserven. In Dubai hingegen geht das Öl langsam zur Neige, das Emirat bereit sich schon auf die Ära nach dem Öl vor. Dazu gehört unter anderem der Tourismus.

Platz 5: Kuwait
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Das erste Land, das die 100 Milliarden Barrel Marke knackt, ist Kuwait. Das Emirat auf der arabischen Halbinsel erreicht Ölreserven von 101,5 Milliarden Barrel. Das ergibt einen Anteil an den weltweiten Reserven von 7,6 Prozent.

Platz 4: Irak
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Einen Platz weiter ist Nachbarstaat Irak. Ende 2009 betrugen die offiziellen Ölreserven 115 Milliarden Barrel. Im vergangenen Jahr hatte auch der Irak seine Erdölreserven deutlich vergrößert. Um 24 Prozent hatte der irakische Öl-Minister die Schätzungen nach oben korrigiert. Der neue, in Statistiken aber noch nicht offiziell vermeldete Wert sind 137 Milliarden Barrel. Der Irak würde damit in den Top Ten einige Plätze gut machen. Der Anstieg ist nach Angaben des irakischen Öl-Ministers vor allem auf Untersuchungen der internationalen Energiekonzerne zurückzuführen. Diese arbeiten seit einigen Monaten in den großen Ölfeldern West-Al-Kurna und Al-Subair in der Nähe der Stadt Basra. Ein weiterer Anstieg der Reserven wird bei weiteren Untersuchungen erwartet.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 120,40 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank hingegen um 38 Cent auf 98,99 Dollar.

  • dpa
  • rtr
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