Devisen + Rohstoffe
Bundesbank rechnet 2005 mit bis zu 1,5 Prozent Wirtschaftswachstum

Die Deutsche Bundesbank rechnet für das kommende Jahr mit einem anhaltenden Wirtschaftswachstum, sieht aber noch keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt voraus.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Bundesbank rechnet für das kommende Jahr mit einem anhaltenden Wirtschaftswachstum, sieht aber noch keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt voraus. Die Konjunkturprognose für Deutschland liege 2005 kalenderbereinigt bei 1,3 Prozent, aber auch 1,5 Prozent seien "im Bereich des Möglichen", sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber am Dienstag in Frankfurt. Der Arbeitsmarkt werde sich durch die Reformen zwar verbessern, allerdings sei wegen der statistischen Effekte von Hartz IV im Schnitt mit einer höheren Arbeitslosigkeit als noch in diesem Jahr zu rechnen.

Zur Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar und möglichen Interventionen an den Devisenmäkten wollte Weber nicht konkret Stellung nehmen. "Interventionen sind ein Mittel, das den Zentralbanken jederzeit zur Verfügung steht", sagte er. Zum diesjährigen Gewinn der Bundesbank meinte der Präsident, er hänge stark von der Wechselkursentwicklung ab. Eine Aussage dazu wäre daher reine Spekulation. Für das vergangenen Jahr hatte die Bundesbank mit 248 Mill. Euro den niedrigsten Gewinn seit 17 Jahren nach Berlin überwiesen. Zu einem möglichen Goldverkauf kündigte Weber eine Stellungnahme noch in diesem Jahr an.

An die Adresse der Bundesregierung sagte Weber, das angepeilte Erreichen der Defizitgrenze von drei Prozent für 2005 sei aus seiner Sicht nicht gesichert. Wenn überhaupt, werde es zu einem guten Teil durch Einmaleffekte erreicht, deren Verbuchung gemäß den Maastricht-Kriterien aber ungewiss sei. Die öffentlichen Haushalte befänden sich in einer "Besorgnis erregenden Schieflage". Die Regierung solle den Haushalt weiter konsolidieren, Subventionen abbauen und Steuerhinterziehung noch stärker bekämpfen.

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