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Bundesbank sieht keine Notwendigkeit für Goldverkäufe

Die Bundesbank sieht keine Notwendigkeit für Goldverkäufe. "Die Goldbestände der Bundesbank sind Teil des Volksvermögens, sie haben für die Bevölkerung einen hohen Symbolwert", sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe).

dpa-afx BERLIN. Die Bundesbank sieht keine Notwendigkeit für Goldverkäufe. "Die Goldbestände der Bundesbank sind Teil des Volksvermögens, sie haben für die Bevölkerung einen hohen Symbolwert", sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe). Im übrigen könnten Goldverkäufe kein Ersatz für eine nachhaltige Konsolidierungsstrategie der Finanzpolitik sein, warnte der Währungshüter.

Er wehrte sich zudem gegen den Vorwurf, er habe mit dem Vorhaben, Teile der Goldreserven zu verkaufen, im Vorstand eine Niederlage erlitten. "Es ist falsch, wenn in den Medien der Eindruck erweckt wird, ich habe Gold verkaufen wollen, sei aber im Vorstand gescheitert", sagte Weber. "Ich habe von Anfang an öffentlich klargestellt, dass ich in dieser Frage eine andere Meinung als mein Amtsvorgänger habe."

Die Bundesbank hatte am Montag bekannt gegeben, im ersten Jahr des neuen Goldabkommens nur acht Tonnen Gold zu verkaufen. Rein rechnerisch wären im Rahmen des fünfjährigen Abkommens bis September 2005 rund 120 Tonnen möglich gewesen. Insgesamt hat sich die Behörde in dem seit September geltenden neuen fünfjährigen Goldabkommen von 15 europäischen Zentralbanken die Option über einen Verkauf von 600 ihrer insgesamt 3 440 Tonnen Gold gesichert.

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