Bundesverband deutscher Banken
Euro fliegt weiter hoch

Der Euro wird weiter stark bleiben. Der Bundesverband deutscher Banken rechnet jedenfalls mit einem zunächst anhaltenden Höhenflug der europäischen Leitwährung.

HB LUDWIGSHAFEN. Auf kürzere Sicht sei auch ein weiterer Anstieg keinesfalls ausgeschlossen, sagte der Geschäftsführende Vorstand Manfred Weber der „Rheinpfalz am Sonntag“. Erst im Laufe der nächsten drei bis sechs Monate sei damit zu rechnen, „dass der Eurokurs wieder etwas nachgeben wird“. Die Zinssenkungen in den USA dürften dann ein Ende gefunden haben. Weber schließt bei fallendem Inflationsdruck in Europa auch nicht aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen senken wird. Damit würde sich der Zinsabstand zur amerikanischen Währung wieder verringern und so der Dollar gestützt.

Der Verbandsgeschäftsführer sieht die Ursachen für den starken Euro vor allem in der jüngsten „massiven Zinssenkung“ der amerikanischen Notenbank: „Für internationale Anleger ist lukrativer, ihr Geld in Euro anzulegen.“ Mit der steigenden Nachfrage gehe der Preis des Euro nach oben. So handele es sich weniger um einen Euro-Höhenflug, sondern um eine Schwäche des Dollar.

Wirtschaftliche Schäden für Deutschland kann Weber bislang noch nicht erkennen: Kurzfristig sollten die Unternehmen in der Lage sein, die Kursunterschiede zu verkraften. Drohe jedoch ein längere Euro-Aufwertung, schlage sich das auf die Exportbilanz nieder. Es dürfe jedoch auch nicht übersehen werden, dass der starke Euro den Preisanstieg bei Rohstoffen, nicht zuletzt beim Öl, deutlich dämpfe, wird Weber zitiert.

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