Devisen + Rohstoffe
Bush-Aussage belastet den Euro

Der Euro hat am Montag zum Dollar nachgegeben, der US-Währung damit Händlern zufolge aber nur eine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten gegönnt.

FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung sinkt bis 11.06 Uhr MEZ auf 1,1788 Dollar. Händler verweisen zur Begründung neben der Charttechnik und den dünnen Umsätzen auf einen Kommentar von US-Präsident George W. Bush. Die USA wollen nun offenbar doch im „Einklang mit der WTO bezüglich des freien Handels sein“, so eine Händlerin. Der Markt hoffe nun auf eine Zurücknahme protektionistischer Maßnahmen gegen China und Euroland, die den Dollar zuvor gedrückt hatten.

Am Dienstag und Mittwoch erwarten Marktteilnehmer auf Grund einer Reihe von US-Konjunkturdaten erneut stärkere Schwankungen beim Euro/Dollar. Donnerstag und Freitag werde dann mit Blick auf Thanksgiving wieder Ruhe am Markt einkehren.

„Wir sehen heute eine Korrektur der Gemeinschaftswährung“, sagte ein Devisenhändler in Hamburg. Marktteilnehmer sprachen aber nur von einer technisch bedingten Konsolidierung, nachdem der Euro daran gescheitert sei, die Marke von 1,20 Dollar zu erreichen. Ein Händler in Frankfurt sagte: „Der Euro wird im Tagesverlauf seinen Boden finden, einen Großteil der Korrekturbewegung haben wir schon hinter uns. In den kommenden Tagen wird es für die Gemeinschaftswährung wieder aufwärts gehen in Richtung neuer Höchststände.“

Vergangene Woche hatte die europäische Währung nach Reuters-Daten mit 1,1977 Dollar ihren höchsten Stand aller Zeiten erreicht. Am Montagvormittag notierte der Euro mit 1,1789 Dollar nach 1,1915 Dollar zu Handelsschluss am Freitag in New York.“Die Stimmung ist allerdings immer noch gegen den Dollar“, hieß es im Handel. Die US-Währung werde weiterhin wegen der Angst vor Anschlägen und der hohen Defizite im Haushalt und der Leistungsbilanz der USA unter Druck geraten.

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