Charttechnik spricht für Greenback
Dollar gewinnt an Stärke

Der Dollar hat im frühen europäisch geprägten Geschäft am Dienstag weiter an Stärke gewonnen und den Euro wieder unter 1,09 USD gedrückt. Händlern zufolge ist das Geschäft allerdings dünn.

rtr/vwd FRANKFURT. Beim Verhältnis des Dollar zum Euro steht nach Einschätzung von Analysten im Mittelpunkt, dass die Aussichten für eine konjunkturelle Erholung in den USA besser sind als in der Euro-Zone. Zum Yen profitierte die US-Valuta von der Furcht der Anleger vor Interventionen des japanischen Finanzministeriums am Markt. Am Montag hatte der Yen noch zulegen können, nachdem das Finanzministerium in Tokio im August nicht interveniert hatte. Am Vormittag notierte der Euro mit 1,0870 Dollar nach 1,0965 Dollar zum Handelsschluss am Vorabend in Nordamerika.Der Dollar kletterte auf 116,85 (116,58) Yen.

„Nach wie vor scheint die zwischen den USA und Europa bestehende Wachstumsdifferenz die entscheidende Determinante der Kursentwicklung an den Devisenmärkten zu sein“, schrieben die Analysten der Helaba Trust in einem Marktkommentar. Dafür könnte am Nachmittag die Bekanntgabe des Einkaufsmanagerindexes des Institute of Supply Management (ISM) für August ein weiteres Indiz liefern. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen hier im Schnitt mit einem Anstieg auf 53,8 von 51,8 Zählern im Juli.

Japans Finanzministerium hatte Ende vergangener Woche für viele Marktteilnehmer überraschend mitgeteilt, das Land habe im August nicht am Devisenmarkt interveniert. In den vorangegangenen Monaten hatte es wiederholt massive Eingriffe der Japaner im Markt gegeben, um einen Anstieg des Yen und damit eine Verteuerung der für die japanische Wirtschaft essenziellen Exporte zu verhindern. Die Furcht vor neuen Interventionen hatte zuletzt viele Anleger davon abgehalten, Yen zu kaufen. Nun habe die Furcht abgenommen, nachdem es im vergangenen Monat keine Intervention gegeben habe, sagten Händler.

Gespräche zwischen US-Finanzminister John Snow und seinem japanischen Kollegen Masajuro Shiokawa gingen ohne Überraschungen zu Ende. „Ich glaube nicht, dass sich Japans Haltung (zur Währungspolitik) verändert hat“, sagte ein Händler einer japanischen Bank.

Charttechnisch spricht der kurzfristige Trend beim Euro-Dollar-Verhältnis nach Ansicht von Analysten ebenfalls weiter für den Greenback. Unterstützung finde der Euro bei 1,0875 und 1,0850 Dollar, Widerstand liege bei 1,0950 und 1,0980 Dollar. Die Feinunze Gold wird am Dienstagmorgen bei 377,95 Dollar gesehen nach einem Nachmittagsfixing am Montag bei 376,25 Dollar.

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