China-Crash
Ausverkauf an den Rohstoffmärkten

Mit Sorge schauen die Investoren auf die Rohstoffmärkte. Denn so billig wie jetzt waren Rohöl und Industriemetalle schon lange nicht mehr, nur Agrarprodukte bleiben verschont. Schuld ist der chinesische Aktiencrash.
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DüsseldorfDer bange Blick der Investoren an den Metall- und Energiemärkten ist vor allem auf China gerichtet. Der enorme Rohstoffbedarf hat in den zurückliegenden Jahren die Preise vieler Grundstoffe nach oben getrieben. Mit dem Absturz der chinesischen Börsen wächst nun aber die Sorge, dass die Konjunktur in China nachlassen wird - und damit die Nachfrage nach Rohstoffen. Zusammen mit der ungelösten Griechenland-Krise verstärkt dies die wachsende Risikoabneigung der Anleger.

„Offenbar ohne Rücksicht auf Verluste haben sich die Marktteilnehmer von Positionen getrennt“, heißt es bei der Commerzbank insbesondere mit Blick auf die Metallmärkte. Es habe einen „breit angelegten Ausverkauf“ gegeben. „Die Leute werfen alles raus, was riskant scheint“, sagte ein Händler der Nachrichtenagentur Reuters.

Daher gerieten vor allem die Preise für Industriemetalle wie Kupfer unter Druck. Schon am Dienstag kostete eine Tonne Kupfer weniger als 5300 Dollar; am Mittwoch ging es weiter abwärts. So billig war das Metall seit sechs Jahren nicht mehr. Kein Wunder, denn China verbraucht fast die Hälfte der Kupferbestände weltweit. Viele Anleger fürchten nun, dass die Probleme des Landes sich negativ auf die Nachfrage nach dem im Bau und in der Elektroindustrie verwendeten Metalls auswirken wird.

Seit Jahresbeginn hat sich Kupfer laut Bloomberg-Daten um rund elf Prozent verbilligt. Noch deutlich schlechter schneidet das Metall Nickel ab, das vor allem zur Stahlveredelung genutzt wird. Zuletzt fiel der Preis mit weniger als 11.000 Dollar je Tonne ebenfalls auf das niedrigste Niveau seit sechs Jahren. Zur Wochenmitte konnte sich das Metall dann stabilisieren, führt aber die diesjährige Verliererliste mit einem Minus von mehr als 18 Prozent an.

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