China weckt Hoffnung
Kupfer profitiert von Konjunkturoptimismus

Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Konjunktur und Angst vor Versorgungsengpässen haben dafür gesorgt, dass der Preis für Kupfer gestiegen ist. Auch der Ölpreis zog an.
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FrankfurtAm Rohstoffmarkt wächst die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Weltkonjunktur: Der Preis für Kupfer legte am Donnerstag zu, weil Anleger auf neue Konjunkturstützen aus China setzten. Investoren gingen davon aus, dass bereits an diesem Wochenende entsprechende Maßnahmen verkündet werden könnten, erklärten Händler.

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte laut einem Zeitungsbericht am Mittwoch angedeutet, die Regierung müsse sich stärker darum bemühen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Anleger setzen vor allem auf Investitionen der Regierung in Infrastrukturprojekte. Damit dürfte die Kupfernachfrage der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt deutlich angekurbelt werden.
Zuversichtlich stimmten die Investoren aber auch jüngste US-Daten: Die Zahl der Baubeginne von Wohnungen stieg im Juni so stark wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das sei ein Lichtblick, hieß es am Markt.

Kupfer verteuerte sich in der Spitze um mehr als ein Prozent auf 7724 Dollar je Tonne. Auch der Ölpreis zog an: Brent notierte mit 106,49 Dollar je Fass in der Spitze so hoch wie seit sieben Wochen nicht mehr. Öl der US-Sorte WTI stieg auf bis zu 90,82 Dollar und damit ebenfalls auf den höchsten Stand seit Ende Mai.

Neben den Konjunkturhoffnungen sorgten jedoch auch geopolitische Spannungen für Auftrieb. Die Unruhen im Nahen Osten wecke die Angst vor Versorgungsengpässen, sagte ein Händler. Bei einem Bombenanschlag auf die syrische Führung sind am Mittwoch drei der wichtigsten Stützen von Präsident Baschar al-Assad getötet worden. Investoren fürchten, dass der Syrien-Konflikt nun eskalieren könnte.

Auch der Bombenanschlag auf israelische Touristen in Bulgarien sorgte für Nervosität. Die israelische Verteidigungsminister Ehud Barak beschuldigte die radikal-islamische Hisbollah aus dem Libanon, den Anschlag verübt zu haben. Bereits unmittelbar nach der Tat am Mittwoch hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem „iranischen Terror“ mit einem massiven Gegenschlag gedroht.

Der Goldpreis legte am Donnerstag um 0,6 Prozent auf 1581 Dollar je Feinunze zu. Solange nicht klar sei, ob die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik erneut lockern werde, dürfe der Preis zwischen 1550 und 1600 Dollar hin- und herschwanken, sagte Ronald Leung, Händler bei Lee Cheong Gold Dealers. Anleihenkäufe und ähnliche Maßnahmen der Notenbank schwächen in der Regel den Dollar und lassen Investoren den sicheren Hafen Gold ansteuern. (Reporter: Daniela Pegna; redigiert von Hans Seidenstücker)


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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