Dank Indien und China
Kupferpreis zieht kräftig an

Die Nachfrage nach Kupfer – vor allem in China und Indien – bleibt hoch. Da die Vorräte gering sind, steigt die Notierung.

SANTIAGO. Die Stimmung auf dem Weltkupferkongress, zu dem das Londoner Consulting-Unternehmen CRU alljährlich die Größen der Kupferbranche nach Santiago de Chile einlädt, hätte kaum besser sein können. Die Tonne Feinkupfer hat Ende letzter Woche einen neuen historischen Preisrekord an der Londoner Metallbörse gebrochen. Der Preis für eine in drei Monaten lieferbare Tonne Kupfer nähert sich der Marke von 6 000 Dollar. „Für einen Kupferproduzenten kann das Leben kaum noch besser werden“, sagt Charlie Sartain, Chef der australischen Gesellschaft Xstrata Kupfer.

Die in Santiago anwesenden Experten waren sich weitgehend einig, dass die guten Zeiten für die Kupferindustrie voraussichtlich noch eine Weile anhalten. Zwar lägen die derzeitigen Rekordpreise vermutlich etwas oberhalb des langfristigen Durchschnittspreises, so Peter Kettle, Kupferexperte von CRU. Doch die sinkende Preistendenz zu Beginn der 70er-Jahre bis 2002 sei nun durch eine langfristig ansteigende Preistendenz abgelöst worden.

Aktuell registriert die Branche eine stark anziehende Nachfrage, die vor allem durch den hohen Kupferverbrauch Chinas getrieben wird. Dies wird sich auch so bald nicht ändern. „Die chinesische Kupferproduktion ist weit entfernt davon, den eigenen Bedarf decken zu können“, meint Tom Albanese, Präsident für Kupfer und Exploration beim Bergbauunternehmen Rio Tinto. Auch Indiens Bedarf an Kupfer steigt schnell.

Der hohen Nachfrage stehen nach wie vor extrem niedrige weltweite Kupfervorräte gegenüber, da in der letzten Dekade aufgrund niedriger Preise keine Kapazitäten aufgebaut wurden. Erst jetzt, begünstigt durch extreme Gewinnspannen von bis zu 60 Prozent im vergangenen Jahr, gibt es wieder neue große Investitionprojekte.

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