Depot-Contest
Keine guten Aussichten für Goldbullen

Anhänger des gelben Edelmetalls hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Der Goldpreis kommt nicht recht vom Fleck. Experten sind wenig optimistisch, dass sich das bald ändert.
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DüsseldorfDie goldigen Zeiten sind schon länger vorbei. Gut 28 Prozent verlor der Preis für das gelbe Edelmetall 2013 an Wert. Es war der erste Jahresverlust seit 13 Jahren. Wer auf eine Erholung hoffte, wurde enttäuscht. Auch wenn der Goldpreis seit Jahresbeginn gut drei Prozent zugelegt hat, macht das die herben Verluste des vergangenen Jahres nicht wett. Aktuell notiert das gelbe Edelmetall bei 1255 US-Dollar und damit deutlich unter seinem Allzeithoch von 1920 US-Dollar am 6. September 2011.

Dass Gold in naher Zukunft wieder so teuer werden wird, bezweifeln Experten. „Ich denke, dass der Goldpreis die Marke von 1200 Dollar bis zum Jahresende nochmal testen wird“, sagt beispielsweise Nils Petersen, Fondsmanager bei der Top Vermögensverwaltung. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Nachfrage, gerade aus China, für einen höheren Kurs als aktuell sorgen wird.“ Auch der Optimismus von Bernd Junginger von der SVA Vermögensverwaltung hält sich in Grenzen. Bis zum Jahresende sieht er den Goldpreis bei etwa 1290 Dollar – und damit nur weniger höher als heute.

Also keine großen Ausschläge in den kommenden Monaten? „Anleger sollten auch nicht vergessen, dass in der Vergangenheit starke Kursschwankungen beim Gold keine Ausnahmen, sondern die Regel waren: Zwischen 1987 und 1999 halbierte sich der Goldkurs“, sagt Petersen. „Und auch innerhalb des Jahres 2008 sank der Kurs um rund 30 Prozent von 1.000 auf 705 US-Dollar je Feinunze.“ In der Finanz- und Schuldenkrise legte der Goldkurs in den folgenden Monaten stark zu. Im Juni 2010 erreichte er Werte von mehr als 1.250 US-Dollar, im Sommer 2011 folgte dann das Allzeithoch. Ein gutes Dreiviertjahr später war Gold bereits wieder 300 Dollar weniger wert. Doch so wild schwankte der Goldpreis nur selten. „Es kam auch schon vor, dass Anleger 25 Jahre warten mussten, um ihren Einstiegskurs wieder zu erreichen“, so Petersen.

Der Vermögensverwalter ist definitiv kein Freund von Goldanlagen. „Wir raten unseren Kunden schon seit längerem von einem Einstieg in Gold ab“, sagt er. Der Grund: Gold an sich ist nicht produktiv: Es erarbeitet keine Gewinne wie die Unternehmen, in die Aktionäre investieren. Es gibt keine Ausschüttungen, wie die Aktien-Dividenden. „Und deshalb ist Gold ein reines Spekulationsobjekt“, sagt Petersen. „Die Anleger müssen darauf hoffen, dass die Nachfrage nach Gold in Zukunft zu steigenden Preisen führt.“

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Kommentare zu " Depot-Contest: Keine guten Aussichten für Goldbullen"

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  • Das stimmt nicht, denken Sie an die Elektrotechnik.

  • Auch beim Kauf und Verkauf von Gold fallen Kosten an - die teilweise extrem über den Kosten einer anderen Verkaufsprovision (Aktien Fonds etc.) liegt!
    Vor 2 Jahren hat jeder geschrieben, dass man sein Geld (10-15 %) in Gold anlegen soll - wer das gemacht hat, hat ziemlich draufgezahlt.

    Gold hat keinen wirtschaftlichen Nutzen und lebt nur davon, dass es selten ist. Bitte bedenken Sie das!

  • Warum sollten "Anlageberater" die von Verkaufsprovisionen leben ihren Kunden raten 5-15% ihres Vermögens in Gold zu halten?

    Alles in Aktien investieren die sich derzeit auf Rekordstand befinden. Die gleichen Anlageberater haben vor 25 Jahren zu japanischen Aktien geraten. Als der Nikkei bei 40.000 notierte. Nach dem Absturz vom Allzeithoch auf 20% hat er sich in den letzten 20 Jahren wieder auf 35% seines Allzeithochs "erholt".

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