Deutsche Bank unter Verdacht: Investor reicht Klage gegen Geldhäuser ein

Deutsche Bank unter Verdacht
Investor reicht Klage gegen Geldhäuser ein

Erst der Libor, jetzt Gold: Jahrelang sollen Banken die Preisfeststellung des Edelmetalls manipuliert haben. In New York hat ein Investor nun Klage gegen mehrere Banken eingereicht, darunter die Deutsche Bank.
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New YorkGerade erst ist für die Deutsche Bank der jahrelange Rechtsstreit mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch ausgestanden, da steht der nächste Ärger ins Haus. Der New Yorker Kevin Mahor hat Klage gegen mehrere Banken eingereicht, darunter die Deutsche Bank, Barclays und Société Générale. Der Vorwurf: Die Banken sollen die Preisfeststellung des Goldpreises manipuliert haben.

Der Goldpreis wird zweimal täglich über Telefonkonferenzen festgelegt. Die beteiligten Banken erklären, wie viele Barren Gold sie zum aktuellen Tagespreis kaufen oder verkaufen wollen. Dabei berücksichtigen sie Orders von Kunden sowie den eigenen Bedarf.

Der Preis wird gesenkt oder erhöht, bis sich die Summen aus Kauf- und Verkaufsorders auf 50 Barren Gold angenähert haben (rund 620 Kilogramm), und auf diesem Punkt wird der Preis festgelegt. Das Londoner Gold-Fixing ist die Benchmark für den Goldmarkt im Volumen von 20 Billionen Dollar.

Kläger Maher, der nach eigenen Angaben Gold, Gold-Optionen und Gold-Futures kauft und verkauft, stützt seinen Verdacht auf Medienberichte, vor allem aber auf eine noch nicht veröffentlichte Studie der Stern School of Business der Universität New York, gemeinsam mit Moody's Investors Service.

Das Papier untersucht den Innertageshandel am Gold-Kassamarkt von 2001 bis 2013 auf plötzliche und unerklärliche Bewegungen, die illegales Verhalten anzeigen könnten. Ungewöhnliche Handelsmuster um die Zeit der nachmittäglichen Telefonkonferenz seien ein Anzeichen für ein abgestimmtes Verhalten, so die die Autoren Rosa Abrantes-Metz und Albert Metz.

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Investor reicht Klage gegen Geldhäuser ein

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Deutliche Bewegungen bei den Kassapreisen

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  • Absolut richtig.;-)
    Gehen Sie aber eher davon aus, dass die Masse der Menschen überhaupt kein Interesse an der Wahrheit hat.
    Der von Ihnen sicherlich auch sehr geschätzte Roland Baader hatte dazu einmal aus Gustave Le Bons "Massenpsychologie" zitiert:
    "Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen mag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer."
    Wer jetzt also seine ganze Hoffnung und Kraft darauf richtet, die MASSE der Menschen über unser Geldsystem aufklären zu können, der wird höchstwahrscheinlich sehr schnell sehr stark enttäuscht und frustriert sein (in den Mainstreammedien werden Beiträge dazu ja in aller Regel zensiert oder zumindest unter den Teppich gekehrt). Sie können sich daher bestenfalls zum Ziel setzen, einige Wenige - die sowieso dafür empfänglich sind - weiter zu sensibilisieren.
    Trotzdem freue ich mich natürlich sehr über Menschen, die sich mit viel persönlicher Leidenschaft an die Massen wenden - wie zuletzt Mike Maloney, der sich sehr darum bemüht, die Komplexität unseres Geldsystems für jeden verständlich zu machen:
    http://www.youtube.com/watch?v=iFDe5kUUyT0

  • Das Schuldgeldsystem ist ein Selbstmordprogramm auf allen Ebenen.
    Doch die Kritik daran ist ebenso tabu wie seinerzeit den Sozialismus in Frage zu stellen.
    Standhaft weigern sich Experten und Politiker, die wahre Ursache der Krise zu erkennen – an deren Ende zwangsläufig der totale gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Kollaps programmiert ist. Die Vorboten dieses Zerfalls sind bereits überall spürbar.

    Diese sich verschlimmernden Krisen werden von einem dysfunktionalen Geldsystem forciert.
    Ein wichtiger Grund, warum es immer schwieriger wird, diese Krisen zu beheben, beruht auf einem fundamentalen Konstruktionsfehler in unserem Wirtschaftssystem, nämlich der Art und Weise wie Geld geschaffen wird!

    Für einen nachhaltigen Kapitalismus ist es darum zwingend erforderlich, dass wir ein nachhaltiges Geldsystem erschaffen.

    Die Geldschöpfung erscheint für die Meisten wie ein Mysterium und wird bisher nur von Wenigen wirklich verstanden.

    Nach Aussen erscheint es so, als ob die Bankster die Einlagen anderer gegen eine Marge verleihen. In Wirklichkeit wird aber bei jedem Kredit neues aus dem Nichts Geld geschaffen. Die Einlagen früherer Kredite dienen lediglich als Begründung oder Legitimation für eine neue Kredit- und damit Geldschöpfung. Der Verstand ist verwirrt über die tautologische Unlogik eines in sich geschlossenen Begründungszirkels und hat darum ein Problem, die Geldschöpfung zu verstehen.

    Lösung: Als erstes Goldschmied Fabian gucken. Dann Prof. Bernd Senf "Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise", Andreas Popp "Danistakratie" und Mario Fleischmann "Das Zwangsgeldsystem". Wenn man es dann verstanden hat, findet man noch unzähliges im www dazu.

  • In Ihrem Beitrag ist ein einziger Fehler: ;-)
    Es handelt sich hier nicht um Geld, sondern um Fiat-Währungen - genauer gesagt zum Großteil um Computernullen.
    Damit diese Fiat-Währungen erzeugt werden können, muss sich ein Gegenpart verschulden >> Kredit-"Geld" bzw. Schuld-"Geld"
    Und diese Superreichen - manche bezeichen sie auch als "Geldeliten" - können die Finanzmärkte nur noch so lange unter Kontrolle halten, wie sie die "Geld"schöpfung, oder eben genauer gesagt die Währungsschöpfung unter Kontrolle halten können.
    Das wird aber nicht mehr allzu lange der Fall sein, denn es hat sich nun eine starke Allianz aus Staaten gebildet, die das Dollar-basierte (Fiat-)Währungssystem in die Wüste schicken wollen, da es letztendlich Reichtum via Aneignung von Realwerten zu den Schuld-"Geld"-Produzenten umverteilt.
    Vor diesem Hintergrund muss man daher letztendlich auch die aktuelle politische Entwicklung in der Ukraine sehen, wo man Russland gezielt provoziert hat, weil es nicht mehr allzu lange Realwerte gegen Computernullen verkaufen möchte:
    http://www.youtube.com/watch?v=BKYT2VsIBVQ
    Deshalb versuchen übrigens auch die Strategen des Dollar-basierten Fiat-Money-Systems - mit dem (abbruchreifen) Zbigniew Brzeziński seit Jahrzehnten an der Spitze - eine Keil zwischen Europa und Asien zu treiben. Es muss nämlich um jeden Preis verhindert werden, dass die Europäer (und selbstverständlich insbesondere die Exportnation BRD) auch nicht mehr Realwerte gegen Compuernullen liefern möchten, sondern Werte (Waren) gegen Werte (Warengeld mit einem inneren Wert).
    Der zukünftige Wohlstand Europas hängt daher insbesondere davon ab, ob es sich für den Schein oder aber für das Echte entscheiden wird.

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