Devisen 2014
„Der Dollar wird aufwerten“

Ben Bernanke kürzt sein Anleiheprogramm. Und der Euro? Fällt nach kurzem Zucken unter 1,37 Dollar. Experten zufolge ist das erst der Anfang. Wo sie den Kurs 2014 sehen und welche Währungen ansonsten interessant werden.
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DüsseldorfZehn Milliarden Dollar weniger für das Anleiheankaufprogramm: Der scheidende Fed-Chefs Ben Bernanke hatte die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik gerade verkündet, da schnellte der Euro am Mittwochabend an die Marke von 1,38 Dollar.

Doch der Zauber dauerte keine halbe Stunde. Den Schock überwunden, fiel der Wechselkurs - und fiel und fiel weiter, bis auf zuletzt 1,3672 Dollar am Freitagabend. Und das könnte nur der Anfang sein. Für 2014 sehen Experten die Stärke des Dollars zurückkehren.

„Im Jahresverlauf 2014 rechnen wir mit einer graduellen Aufwertung des US-Dollar auf Niveaus nahe 1,30 Dollar je Euro“, sagt etwa Frank Engels, Leiter des  Rentenfondsmanagement und Devisenexperte bei Union Investment.

Auch Klaus Kusber, Devisenspezialist bei Allianz Global Investors (AGI), erwartet für das kommende Jahr eine Befestigung des Dollar gegenüber dem Euro in die Richtung des Bloomberg-Konsensus von 1,28 Dollar je Euro.

Ohne einen konkreten Zielkurs, doch in dieselbe Richtung argumentiert Stefan Kreuzkamp, Rentenexperte von DWS Investments „Wir erwarten spätestens mit Beginn des zweiten Quartals eine klare Aufwertung des Dollar gegen die großen drei, Euro, Yen und Pfund.“ Schließlich rechnet auch Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim, mit einer wieder einsetzenden Dollarstärke.

Einige Indikatoren sprechen nach Meinung der Experten dafür, dass der Dollar schon bald gegenüber dem Euro an Wert zulegt. „Der Markt beginnt auch am kurzen Ende der Zinskurve, mit steigenden Zinsen zu diskontieren“, sagt Stefan Kreuzkamp von DWS Investments. Steigende Zinserwartungen auf kurzlaufende US-Staatsanleihen sind ein Zeichen dafür, dass Marktakteure daran glauben, dass die Fed ihre ultralockere Geldpolitik weiter einschränkt.

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