Devisen
Arbeitsmarkt belastet Pfund Sterling

Impulse der britischen Zentralbank Bank of England sorgen derzeit für einen leichten Abstieg des britischen Pfunds. Es verbilligte sich auf 1,7113 Dollar. Grund dafür sind enttäuschende Daten zur Arbeitsmarktsituation.
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Frankfurt am MainEnttäuschende Daten vom britischen Arbeitsmarkt haben am Mittwoch das Pfund Sterling belastet. Die britische Währung rutschte auf ein Tagestief von 1,7113 Dollar nach 1,7141 Dollar zuvor. Zwar war die Arbeitslosenrate von März bis Mai gefallen, doch die Lohnzuwächse blieben hinter den Erwartungen zurück. "Das nutzten viele Anleger für Gewinnmitnahmen", sagte ein Händler. Dies dämpfe die Spekulationen auf eine bald schon anstehende Zinswende in Großbritannien.

Die Arbeitslosenrate war wie von den meisten Analysten erwartet auf 6,5 Prozent von 6,6 Prozent im Vormonat gefallen und lag damit so niedrig wie seit Ende 2008 nicht mehr. In den drei Monaten bis Ende Mai war der Lohnzuwachs inklusive Bonuszahlungen im Jahresvergleich aber nur um 0,3 Prozent gestiegen und damit nach Angaben des amtlichen britischen Statistikamtes so schwach wie seit der Finanzkrise vor fünf Jahren nicht mehr. In den drei Monaten bis April waren die Löhne noch um 0,8 Prozent gestiegen. Analysten hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Damit hinken die Löhne weiter der Inflation hinterher. Nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen waren die Verbraucherpreise im Juni um 1,9 Prozent gestiegen. Dies hatte das Pfund auf ein Sechs-Jahres-Hoch getrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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