Devisen
Ausblick: Euro langfristig über 1,60?

Nachdem der Euro am Dienstag erstmals die Marke von 1,60 Dollar durchbrochen hat, prognostizieren Währungsexperten zunächst einen weiteren Anstieg. Greg Anderson, Devisenstratege bei ABN Amro in Chicago, sieht den Euro in den kommenden Tagen sogar bei 1,65 Dollar.

FRANKFURT. Nachdem das Niveau von 1,30, 1,40 und 1,50 Dollar fiel, habe der Kurs innerhalb rund einer Woche jedes Mal noch rund drei Dollarcent zugelegt, schrieb er an Kunden. Das Devisen-Team der BNP Paribas um Hans-Günter Redecker in London erwartet für den Euro bis Ende des zweiten Quartals einen Kurs von 1,62 Dollar.

Nach mehreren gescheiterten Anläufen vergangene Woche waren es Aussagen von EZB-Ratsmitgliedern zur Inflation, die der Gemeinschaftswährung nun über die 1,60er-Marke verhalfen. So erklärte unter anderem der Chef der Banque de France, Christian Noyer, im Fernsehen, die Europäische Zentralbank werde alles Nötige unternehmen, damit die Teuerung 2008 unter zwei Prozent fällt. Am Abend kostete ein Euro 1,5998 Dollar.

Gleichzeitig rückt aber auch in den USA das Thema Inflation wieder in den Fokus. Die Preisanstiege bei Nahrung und Energie seien so dauerhaft, dass sich die Erwartungen der Verbraucher veränderten, sagte Richard Fisher – Chef der Fed Dallas . Die Terminhändler an der Chicago Board of Trade haben die Erwartungen für eine Zinssenkung der US-Notenbank inzwischen deutlich reduziert. Anders als vergangene Woche schließen sie eine Lockerung um 0,5 Prozentpunkte nunmehr aus. Sollte sich der Ausblick für den US-Leitzins weiter in dieser Weise verändern, würde dies den Dollar stützen.

Die norwegische Krone stieg gestern um 0,3 Prozent auf 7,9335 Kronen je Euro. Investoren stecken verstärkt Geld in Aktien und Anlagewerte des Ölförderlands, seit der Ölpreis ein Rekordhoch nach dem anderen erklimmt. Zudem dürfte die norgwegische Notenbank den Leitzins heute auf 5,5 Prozent anheben.

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