Devisen
Aussicht auf US-Zinserhöhungen stützt Dollar

Die Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen hat den Dollar am Montag erneut unterstützt. Zum Yen bewegte sich die US-Währung in der Nähe ihres in der Vorwoche erreichten Zwei-Jahres-Hochs.

HB FRANKFURT. Der Euro kostete gegen Mittag 1,1946 Dollar nach einem Schlusskurs am Freitag in New York 1,1952 Dollar. Am Freitag war die europäische Gemeinschaftswährung zeitweise noch deutlich über 1,20 Dollar geklettert, hatte dann aber belastet von den Spekulationen über weitere US-Zinserhöhungen in kurzer Zeit mehr als einen Cent an Wert verloren.

„Nach wie vor handelt der Devisenmarkt in Erwartung weiterer Leitzinsanhebungen in den USA“, sagte Analyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Die Anleger beobachteten auch die Entwicklung von Hurrikan „Wilma“ aufmerksam, blieben jedoch nach den Erfahrungen mit den beiden Wirbelstürmen „Katrina“ und „Rita“ relativ gelassen.

Devisenhändler sprachen von einem sehr ruhigen Handel. „Es fehlen einfach die Ideen“, sagte ein Händler. Ein Börsianer wies darauf hin, dass die Spekulationen auf weiter steigende Zinsen in den USA weiter das bestimmende Thema am Markt seien. „Das Risiko ist eher, dass der Euro weiter nachgibt“, sagte er. In den USA liegt der Leitzins derzeit bei 3,75 Prozent und bietet damit Investoren einen Renditevorsprung im Vergleich zum Euro-Raum, wo der Schlüsselzins bei nur 2,00 Prozent liegt.

Der Dollar gab zum Yen leicht nach, hielt sich aber weiter in der Nähe seines Zwei-Jahres-Hochs. Die US-Währung notierte gegen Mittag bei 115,64 Yen nach einem Schlusskurs in New York am zum Wochenschluss bei 115,85 Yen. In der vergangenen Woche hatte die US-Währung bei rund 116 Yen den höchsten Kurs zum Yen seit mehr als zwei Jahren markiert. „Sollte der Dollar nachhaltig über 116 Yen steigen, würde das auch den Euro belasten“, sagte ein Händler.

Der Dollar lag zum Schweizer Franken bei 1,2933 Franken nach 1,2923 Franken am Freitag.

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