Devisen
Baht fällt nach Zusammenstößen in Bangkok

Der Euro baut seine Kursgewinne gegenüber dem Dollar weiter aus, nachdem der Greenback unter Druck gerät. Derweil schwächt sich der thailändische Baht nach Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten.
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FrankfurtDer Euro hat seine Kursgewinne gegenüber dem Dollar am Dienstag weiter ausgebaut. Der Greenback geriet unter Druck, nachdem der Empire State Manufacturing Index deutlich schwächer ausgefallen war als erwartet. Außerdem ging der NAHB-Index für den US-Häusermarkt überraschend zurück.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im späten Devisenhandel 0,4 Prozent höher bei 1,3760 Dollar gehandelt. Im vorläufigen Tageshoch war der Euro bis zu 1,3770 Dollar gestiegen und im bisherigen Tief bis auf 1,3695 Dollar gefallen.

Der Yen gab gegenüber Euro und Dollar nach. Gegenüber dem Euro verlor die japanische Währung knapp 0,8 Prozent auf 140,77 Yen, zum Dollar notierte sie 0,4 Prozent leichter bei 102,30 Yen. Zuvor hatte die japanische Notenbank Kreditprogramme aufgestockt und angekündigt, sie werde ihre monetären Lockerungen fortsetzen, um das Inflationsziel zu erreichen.

„Es gibt Raum nach oben für den Dollar-Yen-Kurs, wenn weitere Nachrichten in Richtung Lockerung von der Bank von Japan kommen“, sagte Michael Sneyd, Devisenstratege bei BNP Paribas SA in London. Die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank „sollten den Dollar stützen. Longpositionen beim Dollar-Yen gehören zu den Transaktionen, die uns gefallen“, fügte er hinzu. Am Mittwoch veröffentlicht die Fed die Sitzungsprotokolle zu ihrer Januarsitzung.

Der Franken war zum Euro mit einem Kurs von 1,2217 Franken kaum verändert, zum Dollar war die Schweizer Währung mit 88,78 Rappen je Dollar rund 0,4 Prozent fester.

Der Forint wertete erstmals in drei Tagen wieder ab, nachdem die ungarische Zentralbank die Leitzinsen stärker als erwartet gesenkt hatte. Die Landeswährung gab bis zu 0,9 Prozent nach und wurde zuletzt 0,7 Prozent niedriger bei 310,35 je Euro gehandelt. Magyar Nemzeti Bank senkte den Leitzins um 15 Basispunkte auf 2,70 Prozent, während Ökonomen in einer Bloomberg-Umfrage einen Stand von 2,75 Prozent erwartet hatten.

Der thailändische Baht schwächte sich nach Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten in Bangkok ab und zog auch andere Währungen von Schwellenländern nach unten. Thailands Währung gab so stark nach wie seit rund sechs Wochen nicht mehr, nachdem eine Räumungsaktion der Sicherheitskräfte blutig endete. Nach Angaben von Hilfs- und Ordnungsdiensten wurden bei der Konfrontation zwei Personen getötet und mindestens 58 verletzt. Der Baht fiel in der Spitze um 1,1 Prozent und notierte zuletzt 0,7 Prozent schwächer bei 32,470 je Dollar. Die indonesische Rupiah gab 0,5 Prozent auf 11.848 je Dollar nach.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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