Devisen
Bernanke-Rede drückt den Euro ins Minus

Nach einer Rede von US-Notenbankchef Bernanke hat der Euro in Relation zum Dollar ins Minus gedreht. Am Dienstagnachmittag kostete ein Euro 1,5422 Dollar. Das waren 0,7 Prozent weniger als am Vortag.

HB FRANKFURT. Der Dollar profitierte von Bernankes Äußerungen auf der Internationalen Währungskonferenz in Barcelona. Der Chef der Federal Reserve sagte, die US-Leitzinsen seien "gut ausgerichtet", um sowohl dem inflationären Druck zu begegnen als auch das Wachstum zu fördern. Die Notenbank, die die Zinsen seit vergangenem September in mehreren Schritten von 5,25 Prozent auf zwei Prozent gesenkt hatte, beobachte aufmerksam die Entwicklung an den Devisenmärkten.

Weiteren Auftrieb erhielt der Dollar durch die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA. Dort war der Auftragseingang in der Industrie im April überraschend gestiegen. Bis zur Rede Bernankes hatten Konjunkturdaten aus Europa den Euro zunächst gestärkt (siehe Anleihen). Auch gegenüber der schwedischen Krone geriet die europäische Gemeinschaftswährung durch einen Notenbank-Kommentar unter Druck. Laut Stefan Ingves, Gouverneur der schwedischen Notenbank Riksbank, haben schwedische Banken die Turbulenzen an den Finanzmärkten bislang gut überstanden. Der Euro verlor 0,4 Prozent auf 9,3414 Kronen.

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