Devisen
Brasilianischer Real im freien Fall

Der brasilianische Real ist am Dienstag ins Bodenlose gestürzt. Zeitweise kostete ein Dollar so viel, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Grund sind vor allem schlechte Konjunkturdaten aus China.
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FrankfurtEnttäuschende Konjunkturdaten des wichtigen Handelspartners China haben der brasilianischen Währung am Dienstag einen weiteren Schlag versetzt. Der Dollar übersprang die psychologisch wichtige Marke von 2,80 Real und kostete mit 2,8361 Real zeitweise so viel wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren.

Die drohende Deflation in China, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, trübe die Wachstumsaussichten der brasilianischen Wirtschaft weiter ein, sagten Börsianer. Außerdem bezweifelten Anleger, dass die Regierung die Staatsausgaben in den Griff bekommen könne.

Diese Faktoren könnten zu einer Auflösung von „Carry Trades“ führen, warnte Devisenhändler Joao Paulo de Gracia Correa vom Brokerhaus Correparti Curitiba. Bei diesen Geschäften nehmen Anleger Kredite in Ländern mit niedrigen Leitzinsen auf und investieren es in Staaten mit hohen Leitzinsen.

Während die Schlüsselsätze in den USA, der Euro-Zone und Japan seit Jahren bei fast Null verharren, hob die brasilianische Notenbank ihren Leitzins im Januar auf 12,25 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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