Devisen
Brexit-Angst macht dem Pfund zu schaffen

Die Brexit-Befürworter in Großbritannien bauen laut Umfragen ihren Vorsprung aus, das Pfund stürzt an den Devisenmärkten ab. Sollte das Land die EU tatsächlich verlassen, dürfte es eine Massenflucht der Investoren geben.

FrankfurtDie laut einer Umfrage wachsende Unterstützung für einen Austritt Großbritanniens aus der EU hat dem Pfund zu schaffen gemacht. Die Währung des Vereinigten Königreichs fiel am Freitag bis auf 1,4507 Dollar zurück – am Donnerstag hatte das Pfund mit 1,4672 Dollar noch auf dem höchsten Stand seit einem Monat notiert.

In einer ersten Erhebung nach der Vorstellung des EU-Reformpaketes für das Königreich sprachen sich 45 Prozent der Briten dafür aus, die EU zu verlassen. 36 Prozent stimmten für einen Verbleib, und 19 Prozent hatten sich noch nicht entschieden oder wollten ihre Stimme nicht abgeben, heißt es in der am Freitag von der "Times" veröffentlichten YouGov-Umfrage.

Der nun auf neun Punkte ausgebaute Vorsprung der Anhänger des EU-Austritts ist der größte, seit das von Premierminister David Cameron angestrebte Referendum im September auf den Weg gebracht wurde. Nach Einschätzung der Analysten von Goldman Sachs könnte das Pfund um 15 bis 20 Prozent fallen, wenn die Briten tatsächlich für den so genannten „Brexit“ stimmen sollten. Ausländische Investoren dürften demnach reihenweise ihre Gelder aus Großbritannien abziehen. Die Märkte spekulieren darauf, dass das Referendum im Juni stattfinden könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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