Devisen: Crédit Suisse erwartet schwächeren Euro

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Crédit Suisse erwartet schwächeren Euro

Nachdem die Crédit Suisse im Juni noch entgegen dem Marktkonsens eine Anstieg des Euro korrekt vorhergesagt hatte, haben die Schweizer nun das Lager gewechselt. Sie erwarten den stärksten Jahresverlust seit Jahren.
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Der Euro wird gegenüber dem US-Dollar an Boden verlieren, glaubt die Crédit Suisse. In den vergangenen sechs Monaten legte die europäische Währung 2013 von 1,30 auf 1,37 Dollar zu und erreichte zum Jahresende das höchste Niveau seit 2011. „Doch dieser Anstieg wird wahrscheinlich nicht nachhaltig sein, wenn die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die der Federal Reserve auseinanderlaufen,“ erklären Strategen der Bank.

Während die US-Notenbank angesichts eines stärkeren Wirtschaftswachstums Bondkäufe wohl weiter drosselt, gebe im Euroraum vor allem die Inflationsrate, die lediglich halb so hoch wie der Zielwert der EZB, der Notenbank Raum für eine weiter anhaltende akkommodierende Geldpolitik.

„Wir waren bis jetzt optimistisch zum Euro eingestellt, aber mit Beginn des neuen Jahres wird das Thema der Politik- Divergenz unserer Einschätzung nach dominieren“ -  und damit den Dollar begünstigen, sagt Anezka Christovova, Devisenstrategin bei der Crédit Suisse in London, Ende Dezember 2013 im Interview mit Bloomberg News.


Die Experten der Schweizer Bank erwartet 2014 einen Rückgang des Euro-Kurses um zehn Prozent auf etwa 1,24 Dollar. Ihre Schätzung liegt damit niedriger als der Median aus einer Bloomberg-Umfrage unter 40 Analysten, die 1,28 Dollar erwartet. Das wäre dann ein neuer Rekord: Denn die Gemeinschaftswährung ist seit 2005 nicht mehr um zehn Prozent gesunken.

Die Einschätzung der Crédit Suisse ist zwar ungewöhnlich, doch schon im Juni 2010 behielt das Haus mit einer Schätzung gegen den Trend Recht: So wurde im Juni 2013 der Euro bei etwa 1,30 Dollar gehandelt. Damals hatte die Crédit Suisse bis zum Jahresende eine Aufwertung auf 1,38 Dollar prognostiziert, während die Median-Schätzung von einem Rückgang auf 1,27 Dollar ausgegangen war.

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  • Durch den Wechsel bei der FED wird auch ein vorsichtiger Geldpolitikwechsel erwartet, der den Dollar attraktiver bei ausländischen Anlegern machen wird. Damit geht eine Senkung des Euro Wertes einher, denn die Draghi Politik bleibt so lange es Draghi in der EZB gibt. Nur wenn auch Draghi einem Ski-Unfall zum Opfer fällt, könnte es mittelfristig Korrekturen geben. Beim Yen triumphiert die Japanische Regierung, war es doch ihr Ziel, den Yen abzusenken. Also kein Verlierer sondern ein Gewinner für das exportorientierte Japan. Bleibt spannend die Bahn des inoffiziellen Yuan Kurs, die ständig nach oben zeigt.

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