Devisen
Der Euro auf Kurs

Der Euro zieht weiter an. Am späten Nachmittag wurde er mit 1,1402 US-Dollar notiert. Dazu beigetragen haben dürfte auch Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed, die zuletzt keine Signale in Richtung Zinserhöhung gab.
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FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag von gedämpften Zinserhöhungserwartungen in den USA profitiert. Der Eurokurs wurde am späten Nachmittag mit 1,1402 Dollar notiert. Das war rund ein halber Cent mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1404 (Mittwoch: 1,1279) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8769 (0,8866) Euro.

„Zinserhöhungsspekulationen dämpfen, dafür hat Fed-Präsidentin Janet Yellen wahrlich ein Talent“, kommentierte die Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Yellen hatte am Mittwoch kein klares Zinserhöhungssignal gegeben. Sie hielt sich nicht nur beim Zeitpunkt einer ersten Zinsanhebung nach der Finanzkrise bedeckt, sondern spielte auch die Bedeutung dieses Schrittes herunter. Die Fed werde die Zinsen danach nur graduell anheben. Die weitere Politik sei abhängig von den Konjunkturdaten. Der Dollar verlor zu einer Reihe von wichtigen Währungen.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA gaben dem Markt keine neue Richtung. Dabei fielen Daten vom Arbeitsmarkt als auch wichtige konjunkturelle Frühindikatoren merklich besser aus als erwartet. Gleichzeitig stiegen jedoch die Verbraucherpreise im Mai zum Vormonat weniger als erwartet. Griechenland spielte am Devisenmarkt weniger eine Rolle. Von dem derzeit stattfindenden Treffen der Euro-Finanzminister erwarteten Beobachter keinen Durchbruch im Schuldenstreit.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71670 (0,71700) britische Pfund, 139,94 (139,78) japanische Yen und 1,0461 (1,0451) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1201,85 (1178,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 250,00 (33 070,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Der Euro auf Kurs"

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  • Nicht der EURO steigt, sondern der US-Dollar fällt im Vergleich zu vielen anderen Währungen. Das ist noch immer ein kleiner Unterschied.

    Und ganz wesentlich dürfte auch dazu beigetragen haben, dass die Zahlen von Oracle miserabel sind. Das deutet ganz klar darauf hin, dass die Q2-Zahlen zum BIP in den USA zum zweiten Mal negativ ausfallen dürften.

    Im Prinzip hat Yellen das doch gestern bereits mit einer Verschiebung der Zinsanhebung auf den Sanktnimmerleinstag bestätigt.

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