Devisen
Der Euro bleibt angeschlagen

Die Kursverluste nach der Fed-Entscheidung für ein neues Anleiheprogramm hat der Dollar wieder aufgeholt. Stattdessen fokussieren sich die Märkte nun wieder auf die europäische Schuldenkrise. Das belastet den Euro.
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HB DÜSSELDORF. Die Schuldenkrise einiger europäischer Staaten hat den Euro Donnerstag erneut belastet. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel unter die Marke von 1,37 Dollar. Der Euro wurde zuletzt mit 1,3 677 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3 700 (Mittwoch: 1,3 770) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 299 (0,7 262) Euro.

"Vor allem die Unsicherheit angesichts des G20-Treffens in Seoul hat den Euro belastet", sagte Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels bei der Bayerischen Landesbank. Es sei noch völlig unklar, was bei dem Treffen der zwanzig führenden Industriestaaten herauskommt. "Im diesem Umfeld wagt es niemand, sich gegen den aktuellen Abwärtstrend beim Euro zu stellen."

"Die zugespitzte Schuldenkrise in Irland war am Donnerstag nicht mehr der entscheidende Belastungsfaktor", sagte Burgheim. Dieses Thema habe bereits in den vergangenen Tagen im Eurokurs belastet. Der Euro könnte jetzt in den kommenden Tagen nach dem Unterschreiten von technischen Unterstützungen laut Burgheim bis auf 1,35 Dollar fallen. Allerdings sei der Euro derzeit günstig bewertet. Bis zum Jahresende erwartet der Experte daher eine erneuten Anstieg.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84 910 (0,85 685) britische Pfund, 112,78 (113,48) japanische Yen und 1,3 282 (1,3 402) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1 398,50 (1 390,50) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete 32 530,00 (32 180,00) Euro.

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