Devisen
Der Euro gibt nach

Am Donnerstagmorgen muss die europäische Gemeinschaftswährung leicht nachgeben. In der US-Notenbank laufen laut Spekulationen von Marktteilnehmern derzeit Überlegungen zu einer Änderung des Zinsausblicks.
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FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag zum Dollar 0,1 Prozent auf 1,2905 Dollar nachgegeben. Der Yen war zur Gemeinschaftswährung mit 138,03 Yen unverändert gegenüber dem Vortag. Zum Dollar gab die japanische Devise 0,1 Prozent auf 106,95 Yen nach. Der Yen erreichte damit zum Dollar den tiefsten Stand seit fast sechs Jahren und ist der größte Verlierer unter den Währungen entwickelter Nationen.

Marktteilnehmer sehen den Grund in der Kabinettsumbildung des japanischen Ministerpräsidenten Abe und Äußerungen sowohl aus der Regierung als auch von der Notenbank, nach denen die Konjunkturstimuli weiter verstärkt würden.

Der Bloomberg Dollar Spot Index, der die US-Währung gegenüber zehn wichtigen anderen Währungen abbildet, stieg 0,1 Prozent auf 1048,22 Punkte. Am Vortag war der Index zwischenzeitlich auf bis zu 1049,73 Punkte gestiegen - den höchsten Stand seit Juli 2013.

In der US-Notenbank laufen laut Spekulationen von Marktteilnehmern derzeit Überlegungen zu einer Änderung des Zinsausblicks. Seit März hatte die Fed erklärt, der Leitzins werde für einen “beträchtlichen Zeitraum” niedrig bleiben, nach Auslaufen des monatlichen Anleihekaufprogramms.

„Immer mehr Leute erwarten, dass die Fed den Satz vom 'beträchtlichen Zeitraum' streicht”, sagte Yasuhiro Kaizaki von Sumitomo Mitsui Trust Bank Ltd. in Tokio, „es gibt ein starkes Momentum für Dollarkäufe. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Dollar auf 110 Yen steigen würde.”

Der Franken war zum Euro mit 1,2095 Franken kaum verändert, zum Dollar gab die Schweizer Währung geringfügig auf 93,72 Rappen nach.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nur wegen des Wechselkurses zum US-Dollar von einem stabilen Euro zu sprechen ist zu kurz gesprungen.

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