Devisen
Der Euro gibt nach

Zum Wochenabschluss musste der Euro leicht nachgeben. Die Teuerung in der Eurozone dürfte die EZB in ihrer extrem lockeren Geldpolitik bestärkt haben.
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FrankfurtDer Eurokurs hat am Freitag leicht nachgegeben. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Gemeinschaftswährung in den vergangenen Tagen etwas zugelegt hatte. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1290 US-Dollar gehandelt und kostete damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1305 (Donnerstag: 1,1315) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8846 (0,8838) Euro.

Preisdaten aus der Eurozone lieferten den Devisenmärkten keine wesentlichen Impulse. Die Teuerung in der Eurozone dürfte aber die EZB in ihrer extrem lockeren Geldpolitik bestärkt haben. Im Januar hatte die Inflation ihr Rekordtief eingestellt, die Verbraucherpreise lagen 0,6 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Die Währungshüter versuchen, mit einer massiven Geldschwemme gegen die schwache Preisentwicklung vorzugehen.

In den USA war das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit auf das Jahr hochgerechneten 2,6 Prozent war die weltgrößte Volkswirtschaft schwächer gewachsen als in den beiden Quartalen zuvor. „Die Abschwächung ist aber nichts, über was man sich Sorgen machen müsste“, kommentierte Paul Ashworth, US-Chefökonom vom Analysehaus Capital Economics. Auch Rob Wood vom Bankhaus Berenberg unterstrich, dass das Wachstum trotz Abschwächung vergleichsweise robust ausgefallen sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,75110 (0,74775) britische Pfund, 133,08 (133,43) japanische Yen und 1,0468 (1,0372) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1260,25 (1268,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 250,00 (35 710,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Der Euro gibt nach"

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  • ...Im Verlauf des Tages wird sich Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen über die Pläne der neuen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise informieren. Deswegen war der Schulz doch gestern schon da. Reden die Leute nicht miteinander? Ja, Ja, die Sprachbarriere, so wird das mit Europa nix

  • "Gute Konjunkturdaten aus der Eurozone" sind das schon die erste Auswirkungen des Q.E. der BZE?

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