Devisen
Der Euro legt weiter zu

Wenige Tage vor der allgemein erwarteten Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank hat der Euro am Montag weitere Kursgewinne verbucht.
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FrankfurtDer Euro verteuerte sich zum Wochenauftakt auf bis zu 1,4268 Dollar, nach 1,4235 Dollar im späten New Yorker Freitagshandel, und lag damit auf dem höchsten Stand seit fünf Monaten. Zur japanischen Valuta erreichte die Gemeinschaftswährung mit 120,05 Yen sogar ein Elf-Monats-Hoch.

Als wichtiger Widerstand für die Gemeinschaftswährung gilt die Marke von 1,4283 Dollar. Sollte diese geknackt werden, öffnet sich der Weg für einen Anstieg auf bis zu 1,4374 Dollar. Ein Dollar war Montagmorgen 0,7009 Euro wert. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,4141 (Donnerstag: 1,4207) Dollar festgesetzt.

Die Devisenmärkte stehen derzeit ganz im Zeichen der Geldpolitik. So dürfte die EZB in dieser Woche zum ersten Mal nach der Finanz- und Wirtschaftskrise die Leitzinsen erhöhen. Dies stützt den Euro zum Dollar. Allerdings werden auch in den Reihen der US-Notenbank Stimmen lauter, die für ein Ende der extrem lockeren Geldpolitik plädieren. Mit einem schnellen Kurswechsel wird an den Märkten jedoch nicht gerechnet, was ebenfalls dem Euro zugutekommt.

Er rechne mit weiteren Aufschlägen für den Euro, betonte Devisenstratege Todd Elmer von der Citigroup in Singapur. Der Zinsschritt der EZB sei noch nicht vollständig eingepreist. „Es könnten noch einige Leute gezwungen werden, auf den Zug aufzuspringen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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