Devisen
Der Euro legt zu

Auch am Freitag hat der Euro etwas an Boden gewonnen. Die Ratingagenturen werden aktuell immer zuversichtlicher für die kriselnden Euroländer. So kommt Zypern langsam aber sicher zurück.
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FrankfurtDer Euro hat am Freitag gestützt von positiven Aussagen führender Ratingagenturen zu kriselnden Euroländern leicht zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3841 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Auf Wochensicht bewegte sich der Euro in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Seit Montag hat er ungefähr einen halben Cent zugelegt. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3831 (Donnerstag: 1,3820) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7230 (0,7236) Euro.

Die Agenturen Standard & Poor's (S&P) und Fitch zeigten sich in aktuellen Bewertungen unter dem Strich etwas zuversichtlicher für die Kreditwürdigkeit von Staaten aus dem Euroraum. So hatte S&P beispielsweise die Bewertung des Krisenlandes Zypern angehoben. Die unter Reformdruck stehenden Schwergewichte Frankreich und Italien kamen bei den Bonitätsprüfern ebenfalls etwas besser weg.

Spürbar unter Druck stand hingegen der russische Rubel. Händler nannten als Grund insbesondere den zusehends schärferen Ton in der Ukraine-Krise. Als Reaktion auf die Zuspitzung hatte die Ratingagentur Standard & Poor's am Freitagmorgen die Bonitätsnote Russlands bis auf eine Note über „Ramsch“ gesenkt. Wenig später stemmte sich die russische Notenbank mit einer Zinsanhebung gegen den schwachen Rubel und den seit Jahresbeginn hohen Kapitalabfluss. Der Rubel konnte aber nicht nachhaltig profitieren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82285 (0,82300) britische Pfund, 141,05 (141,63) japanische Yen und 1,2194 (1,2203) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1301,25 (1291,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 570,00 (29 360,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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