Devisen Der Yen schwächelt, Yuan und Euro auch

Auch nach G20-Gipfel und Apec-Treffen und den dort gefassten Beschlüssen zur Eindämmung der Währungskrise bleiben die Zahlungsmittel von Dollar bis Yuan unter ständiger Beobachtung. Zurzeit heißt es an den Devisenmärkten: Große Worte, wenig Veränderung.
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Globales Krisenthema: Die weltweiten Wechselkurse. Quelle: mauritius images

Globales Krisenthema: Die weltweiten Wechselkurse.

HB TOKIO/FRANKFURT. Der G20-Gipfel und das anschließende Treffen der Führungsmächte im asiatisch-pazifischen Raum scheinen bislang wenig Effekte zu zeigen. Trotz der dort gefassten Beschlüsse zur Eindämmung der Währungskrise bleiben die Zahlungsmittel von Dollar bis Yuan auf ihrer bisherigen Spur.

Chinas Yuan etwa schwächte sich weiter gegenüber dem Dollar ab, trotz Kritik vor allem der USA auf dem G20-Gipfel, dass die Währung künstlich niedrig gehalten werde. US-Präsident Barack Obama hatte gesagt, dass die Währung der Chinesen "unterbewertet" sei und dass er eine Änderung dieser Situation durch China erwarte.

Es sei jedoch keine wirkliche Einigkeit auf dem Gipfel erzielt worden, kritisieren Beobachter. Deshalb werde sich auch an der Geldpolitik der Chinesen wohl wenig ändern, sagte Mitul Kotecha, Chef-Währungsstratege bei Credit Agricole CIB in Hong Kong der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Nichts Konkretes wird sich ändern an der Yuan-Politik", so der Experte.

Japans Währung immerhin, die am 1. November auf ein 15-Jahreshoch zum Dollar geklettert war und seit Monaten den japanischen Konzernen die Laune verdirbt, erstarkte heute bisher nicht weiter, nachdem Berichte bekannt wurden, dass die heimische Wirtschaft im dritten Quartal um 0,9 Prozent und damit stärker gewachsen war als von Analysten erwartet.

Der Dollar wurde im frühen Geschäft fester mit 82,47-48 Yen gehandelt nach 81,85-86 Yen am späten Freitag. Der Euro notierte zum Yen ebenfalls fester bei 112,89-91 Yen nach 111,27-31 Yen am Freitag.

Euro unter 1,37 Dollar

Der Euro hat sich am Montag unter der Marke von 1,37 Dollar eingependelt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3 674 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7 312 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,3 711 (Donnerstag: 1,3 700) Dollar festgesetzt.

Die Gemeinschaftswährung bleibt aus Sicht der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) angeschlagen. Im Mittelpunkt stehen den Experten zufolge weiter die Schuldenprobleme in einigen Ländern der Eurozone. Insbesondere Irland war zuletzt in den Fokus der Märkte gerückt. Dies hatte die Unsicherheit erhöht. Neue Impulse könnten die US-Konjunkturdaten am Nachmittag liefern. Mit den Einzelhandelsumsätzen steht ein wichtiger Indikator für den Konsum auf der Agenda.

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