Devisen
Devisenhändler sehen Gegenwind für den Euro

Nach dem Kursanstieg des Euros in der vergangenen Woche rechnen Analysten in den nächsten Tagen mit einer Gegenbewegung. Die anstehenden Konjunkturdaten aus der Eurozone dürften eine Konjunkturabkühlung zeigen.

FRANKFURT. Die wiederum dürfte es der Europäischen Zentralbank (EZB) erschweren, die Zinsen anzuheben. Bei den für Donnerstag angekündigten September-Zahlen zum Auftragseingang der Industrie im Euroraum erwarten Ökonomen einen Rückgang um 0,7 Prozent. Im August gab es noch ein Plus von 0,3 Prozent. Aus den USA kamen darüber hinaus erneut Bekräftigungen der Dollar-Stärke. Finanzminister Henry Paulson erklärte vor dem Wochenende, die langfristige Stärke der US-Wirtschaft werde sich in der Währung widerspiegeln. Am Freitag notierte der Euro bei 1,4655 Dollar, nachdem er im Wochenverlauf bis kurz vor das Rekordhoch von 1,4752 Dollar je Euro vom 9. November geklettert war.

Beim Pfund erwarten die Analysten einen weiteren Rückgang gegenüber dem Euro. In der vergangenen Woche hatte die britische Währung bei 71,71 Pence je Euro ein Viereinhalbjahres-Tief zum Euro markiert. Das Signal der Bank of England, sie werde im kommenden Jahr mindestens einmal die Leitzinsen senken, lastet weiter auf dem Pfund. Zum Wochenende kostete ein Euro 71,41 Pence.

Der Kurs des Euro ist am Montag leicht gestiegen. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4 665 Dollar, nachdem sie am Freitagabend bei 1,4 650 notierte. Ein Dollar war damit 0,6 819 Euro wert.

Experten rechnen am Montag mangels Konjunkturdaten mit einem impulslosen Handel. Während in der Eurozone keine marktbewegenden Zahlen anstehen, wird in den USA am Abend lediglich der Wohnungsmarktindex der nationalen Bauunternehmervereinigung Nahb bekanntgegeben. Erst am Dienstag stünden mit weiteren Daten vom US-Immobilienmarkt und dem Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung (Minutes) marktrelevante Konjunkturdaten an, hieß es.

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