Devisen
Dexia-Rettung bringt den Euro unter Druck

Eine erneute staatliche Rettungsaktion im europäischen Finanzsektor hat am Dienstag den Euro belastet. Frankreich und Belgien haben dem Staatsfinanzierer Dexia mit 6,4 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen, nachdem der Aktienkurs von Dexia am Montag so stark wie noch nie eingebrochen war.

FRANKFURT. Eine erneute staatliche Rettungsaktion im europäischen Finanzsektor hat gestern den Euro belastet. Frankreich und Belgien haben dem Staatsfinanzierer Dexia mit 6,4 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen, nachdem der Aktienkurs von Dexia am Montag so stark wie noch nie eingebrochen war. Zum Dollar fiel die europäische Gemeinschaftswährung um 1,8 Prozent auf 1,4175 Dollar je Euro. Die US-Währung wurde zudem offenbar von Spekulationen gestützt, dass der US-Senat eine Lösung für das 700 Mrd. Dollar schwere Rettungspaket für den Finanzsektor findet. Am Montag hatte der Kongress es abgelehnt. Zum Pfund verlor der Euro 1,5 Prozent auf 78,64 Pence. Zusätzliche Unterstützung erhielt die britische Währung von steigenden Aktienkursen in London.

Mit der Hoffnung auf eine baldige Verabschiedung des Rettungspakets stieg auch der Risikoappetit der Anleger wieder. Entsprechend konnten Hochzinswährungen, die am Montag deutliche Verluste verzeichnet hatten, zulegen. Der brasilianische Real zog um 3,6 Prozent zum Euro an, der südafrikanische Rand gewann 2,4 Prozent. Auch für den australischen und neuseeländischen Dollar ging es aufwärts. Ein Plus von 0,6 Prozent gab es für norwegische Krone. Hier machte sich ein überraschender Anstieg des Einzelhandelsumsatzes in Norwegen bemerkbar.

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