Devisen
Dollar fällt auf eineinhalb Jahrestief zum Yen

Die Talfahrt der amerikanischen Währung hält weiter an. Der Dollar fiel am Montag auf den tiefsten Stand zum japanischen Yen seit Oktober 2014. Vor allem Japans Exporteure sind darüber nicht glücklich.

FrankfurtDie Talfahrt des Dollar geht weiter. Die US-Währung fiel am Montag um bis zu 0,4 Prozent und war mit 107,64 Yen so billig wie zuletzt im Oktober 2014. „Wenn es klarere Hinweise gäbe, dass eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve unmittelbar bevorsteht, könnte der Dollar/Yen-Kurs seine Talsohle erreichen“, sagte Devisenhändler Masatoshi Omata von der Resona Bank. „Es sieht aber danach aus, als ob das noch eine Weile auf sich warten lässt.“

Den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung zufolge herrscht bei den US-Notenbankern Uneinigkeit über Zeitpunkt und Tempo der geplanten Zinserhöhungen. Börsianer werten dies als Zeichen, dass die Fed sich eher Zeit lassen wird.

Die Aufwertung des Yen macht Waren japanischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig und belastet die schwächelnde Konjunktur der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft. Aus diesem Grund setzten Anleger ihre Hoffnungen auf das anstehende Treffen der Finanzminister und Notenbanker der 20 größten Industrienationen und Schwellenländer (G20), sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Sie erhofften sich grünes Licht für die Bank von Japan, die eigene Währung zu schwächen.

Auch im Vergleich zu anderen Währung blieb der Dollar am Montag unter Druck. Der Euro stieg auf bis zu 1,1427 Dollar und zur Schweizer Valuta markierte der „Greenback“ ein Sechs-Monats-Tief von 0,9518 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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